Die Stadt Friedeberg ging einst als Mitgift bei der Verehelichung einer polnischen Prinzessin mit
einem Askanier- Markgrafensohn 1260 in brandenburgischen Besitz über. Die Stadt wurde Sitz
eines Hof- und Mannsgerichts für die Neumark sowie Mittelpunkt der Region, die 1337 etwas 40
Dörfer umfaßte. Durch die Urbarmachung des Netzebruches im 18. Jahrhundert
vergrößerte sich die Feldmark der Stadt deutlich.
In der am Rande des Netzebruchs liegenden Kreisstadt Friedeberg waren um 1900 alle Behörden des
Kreises Friedeberg angesiedelt, was eine Menge an Arbeitsplätzen bedeutete. Es gab aber auch
einige Industriebetriebe, wie eine Pantoffel-Fabrik und eine Großfleischerei. Die
wirtschaftliche Hauptrolle spielten aber die Land- und Forstwirtschaft.
Friedeberg wurde Ende Januar 1945 zu etwa 80 % von der Roten Armee (ohne Kampfhandlungen mutwillig)
zerstört, weshalb im heutigen Strzelce Krajenskie nur noch wenige alte Gebäude aus Friedeberger
Zeiten vorhanden sind.
Im Jahr 1939 lebten in Friedeberg 5.918 Einwohner (meist evangelisch) in 1.867 Haushalten. Die
Stadt war damit etwa gleich groß wie Driesen. 2011 ist die Stadt stark gewachsen und hat ihr
725-jähriges Bestehen
gefeiert.