Woldenberg (Neumark)   —  Stadtpläne khd
Stand:  8.8.2014   (112. Ed.)  –  File: WBG/Maps/Woldenberg_Stadtplaene.html



Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  Woldenberg
In Wikipedia, der
freien Enzyklopädie.
 
Auf dieser Seite werden neben einem aktuellen Stadtplan von Dobiegniew alte Pläne von Woldenberg sowie ein Straßen- Verzeichnis und ein historischer Stadtplan von 1721 präsentiert. Auch wurden hier früher einige Fragen festgehalten, die bei der Zusammenstellung dieser Web-Präsentation angefallen waren, die aber inzwischen eine Extra-Seite erhalten haben. (xxx = das folgt demnächst).

I n d e x :


Woldenberg — Die Stadt


Von den 6 Städten der Kreise Arnswalde und Friedeberg (Arnswalde, Driesen, Friedeberg, Neuwedell, Reetz und Woldenberg) gehörte die Kleinstadt Woldenberg zu den von der Landwirtschaft geprägten Städten. Woldenberg war eine typische „Ackerbürgerstadt“ der Neumark. Es gab kaum industrielle Betriebe. Im Umland gehörten einige Güter und Vorwerke zur Stadtgemeinde. [Woldenberg-Beschreibung von 1939]

Woldenberg wurde Ende Januar 1945 zu etwa 70 % von der Roten Armee (ohne Kampfhandlungen mutwillig) zerstört [Ed: die Darstellung bei Wikipedia ist falsch, Woldenberg wurde nicht durch Kampfhandlungen zerstört], weshalb im heutigen Dobiegniew nur noch in den Randlagen alte Gebäude aus Woldenberger Zeiten vorhanden sind. Betroffen von totaler Zerstörung ist vor allem die Altstadt zwischen Hohem Tor und dem Fließ.

Im Jahr 1939 lebten in Woldenberg 5.344 Einwohner (meist evangelisch) in gut 2.000 Haushalten. Die Stadt war damit etwa gleich groß wie Driesen oder Friedeberg.


Woldenberg — In Meyers-Lexikon von 1897


Im Großen Meyers Konversations-Lexikon von 1897 lautet der Eintrag zum Stichwort „Woldenberg“ im 17. Band der 5. Auflage auf Seite 840:
Dieser Text ist im Juli 2009 auf die neue Stadtbeschreibungs-Seite umgezogen, wo er besser hingehört.

Einen viel umfangreicheren Eintrag zu Woldenberg findet man im „Deutschen Städtebuch“ von 1939. Davon steht seit Juli 2009 eine Abschrift im Internet.


Woldenberg — Fragen über Fragen


   
  G ä s t e b u c h - E i n t r a g
Für Woldenberg mit Umgebung,
die Neumark und auch Pommern.
 
Beim Zusammenstellen der Webseiten samt Fotos zu Woldenberg, Dobiegniew und der Neumark tauchten einige Fragen auf. Diese ließen sich nicht mit eigenem Wissen oder Internet-Recherchen beantworten. Deshalb sollen sie an dieser Stelle wenigstens festgehalten werden. Vielleicht gibt es ja mal dazu Antworten, die dann zugefügt werden sollen.

Diese Fragen sind im Februar 2007 auf eine Extra-Seite umgezogen, wo sie sich besser ausbreiten können. Denn inzwischen gibt es dazu auch einige Antworten.


Dobiegniew — Stadtplan von 2006


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Dobiegniew-Stadtplan von 2006
^   Aktueller Stadtplan der polnischen Stadt Dubiegniew, dem früheren Woldenberg/Nm. Durch Klicken auf den Plan wird eine vergrößerte Darstellung in einem extra Fenster angezeigt (251 kByte).   (Repro: 2006 – khd)


Woldenberg — Stadtplan von 1939


Woldenberg-Stadtplan von 1939
^   Diese Plan-Skizze von Woldenberg um 1939 wurde einem Rundbrief des Heimatkreises Friedeberg in der Landsmannschaft Berlin-Mark Brandenburg entnommen. Nachträglich in Rot eingezeichnet wurde der ungefähre Verlauf der alten Stadtmauer, innerhalb der Woldenbergs Altstadt lag. Die Original- Erläuterung der Nummern 1–30 wurde leider nicht überliefert, so daß diese rekonstruiert werden mußte.

Der Plan enthält einige Fehler: Die Straßen-Beschriftungen östlich des Marktplatzes „Alte Marktstraße“ und „Brauhausstraße“ sind vertauscht worden. Außerdem existierte die Rosengasse auch zwischen Milferstaedtstraße und Rittergutsweg. Durch Klicken auf den Plan wird eine vergrößerte Darstellung angezeigt (356 kByte).
[Straßen-Verzeichnis]   (Repro: 2003 – khd)

Erläuterungen: (Rekonstruktion)

  1 = Sportplatz im Gehege.
  2 = Schützenhaus.
  3 = Hotel Losch.
  4 = Kath. Kirche.
  5 = Amtsgericht.
  6 = Postamt + daneben Kino.
  7 = Oberes Scheunenviertel.
  8 = Altersheim.
  9 = Faßfabrik.
10 = Steg über die Eisenbahn.
11 = Neuer Kirchhof (Friedhof).
12 = Alter Kirchhof (Friedhof).
13 = Krankenhaus.
14 = Gaststätte Aulich.
15 = Brauerei Pomränke.

   


16 = xxx. (?)
17 = Hotel Kaiserhof.
18 = Volks- und Mittel-Schule.
19 = Ev. Marienkirche.                
20 = Rathaus.
21 = Elektrizitäts-Werk.
22 = Neue Bogenbrücke.
23 = Bootsanleger (Rosengarten).
24 = Eberberg.
25 = Eisenbahnbrücke übers Fließ.
26 = Unteres Scheunenviertel.
27 = Altes Zollhaus.
28 = Jüdischer Friedhof.
29 = Steingarten.
30 = Badeanstalt.
   


G = Grapower Weg.
S = Hier war die Synagoge.

Woldenberg — Stadtplan von 1943


Woldenberg-Stadtplan von 1943
^   Diese Plan-Skizze von Woldenberg um 1943 wurde wohl diesem Buch entnommen. Auch in der Vergrößerung sind nicht alle Insets lesbar. Deshalb gibt es dazu einige Erläuterungen weiter unten. Der Plan enthält Fehler: Die Straßen-Beschriftungen östlich des Marktplatzes „Alte Marktstraße“ und „Brauhausstraße“ sind vertauscht worden. Außerdem hieß der nördlichere Abzweig von der Hochzeiter Chaussee „Grapower Weg“ — nicht noch mal „Mehrenthiner Weg“.

Durch Klicken auf den Plan wird eine vergrößerte Darstellung angezeigt (1,4 MByte). Der Plan wurde 1983 von Herbert Prochnow angefertigt.
[Straßen-Verzeichnis]   (Repro: 2007 – khd/bredwolf-File0001)

Von diesem Stadtplan existiert noch eine ergänzte Fassung aus dem Jahr 1984, wie sich erst 2012 herausstellte. Darin hat H. Prochnow den Fehler bei der „Alte Marktstraße“ korrigiert sowie viele (nicht alle!) Bewohner namentlich eingetragen. Leider ist vieles in der Repro nur schwer lesbar. Deshalb gibt es von diesem Plan nur die Vergrößerung (1,6 MByte): [2. Stadtplan-Fassung von 1984]

Erläuterungen: (zu den schlecht lesbaren Insets)

GROSSER SEE:   „Durch die Meliorationsarbeiten [u. a. zur Regulierung des Wasserstands] wurde 1896 der Wasserspiegel gesenkt, an den Ufern bildete sich ein neuer Landstreifen, den der damalige Bgmstr. Westphal an die Anlieger verpachten wollte. Der Bezirksausschuß verbot jedoch dieses, weil man evtl. wieder mit einem erhöhten Wasserspiegel rechnen müsse. Die Anlieger nahmen dieses neugewonnene Land kurzerhand zu ihren Gärten. 1939 erinnerte Bürgermeister Kaske an diese Vorgänge als er eine neue Seepromenade schaffen wollte. Über dieses Ansinnen war man anfangs entrüstet, das sollte sich aber ändern. 1940 entstanden zuerst die Zuwege zum Strandbad, um dann anschließend das Seeufer zur Promenade auszubauen. Begünstigt wurde das Vorhaben durch die Hilfe der französischen und polnischen Gefangenen. Es entstanden nun gleich zwei Bogenbrücken, die größere überspannte die Fließmündung [Ed: gemeint ist der Seeabfluß ins Fließ], die kleinere führte zur Insel. Diese entstand durch emporgewachsenen Sumpf, die dann geschickt ausgenutzt zu einem malerischen Winkel wurde. Das Gesamtbild wurde abgerundet.“
   


OFLAG IIC (Gefangenenlager):   „1940 Fertigstellung der massiv gebauten erdgeschoss. Unterkünfte. 1943 waren etwa 6 bis 8.000 Gefangene hier untergebracht. Sie besaßen u. a. eine große Bibliothek u. einen Tennisplatz, für je 4 Offz. stand eine Ordonanz zur Verfügung.“

[Ed-2009: Diese Anmerkung auf dem Stadtplan hört sich fast nach ‚Urlaub‘ für die eingesperrten polnischen Soldaten an. Das war ganz sicher nicht so. Aber bislang ist hierzulande über das Leben im Lager und das Leid dieser Kriegsgefangenen kaum etwas bekannt: Was ist bekannt]. [Startseite zum OfLag-IIC-Material]

AM POSTBERG:   „Der steile Postberg wurde mehrmals aufgeschüttet, der Abtransport der Langholzstämme wurde dadurch erleichtert. Das Fließ wurde begradigt.“

[Ed-2014: Die Mündung des (Breiten) Fließes in den See wurde um 1939 (?, das Jahr ist unklar) etwas nach Norden verlegt, um im alten Verlauf die Seepromenade anlegen zu können].


Woldenberg — Straßen-Verzeichnis von 1939


In der folgende Liste sind die Namen der Woldenberger Straßen und der Wohnplätze angegeben. Bei den Wohnplätzen handelt es sich meist um Dörfer oder Einzelanwesen in der Umgebung Woldenbergs. (Stand: 1939)

Zugelinkt wurde jeweils – soweit vorhanden – ein typisches Foto. Die mit einem * versehenen Straßen sind im Stadtplan von 1939 eingezeichnet.


Straßen   Wohnplätze
  • Abbau (Nord).
  • Abbau (Ost).
  • Abbau (Süd).
  • Amalienhof.
  • Bahnhofsgebäude. *
  • Bahnwärterhaus.
  • Bayershof.
  • Birkenhof.
  • Feldmark.
  • Forsthaus Friedrichswunsch.
  • Gramsfelde (Dorf).
  • Grapow (Dorf).
  • Johanneswunsch (Dorf).
  • Karolinenhof.
  • Neu-Mühle.
  • Papiermühle.
  • Rittergutsschäferei.
  • Siedlung Eigene Scholle (Abbau Süd).
  • Stadtwerder.
  • Stadtziegelei.
  • Sydowsches Vorwerk.
  • Vierfamilien-Haus.
  • Waldschlößchen.
  • Wasserturm.
  • Wolgast (Dorf).
  • Wutzig (Dorf).


Woldenberg — Historischer Stadtplan von 1721


Woldenberg-Stadtplan von 1721
^   Ein Plan von Woldenberg aus dem Jahr 1721, das urkundlich erstmals 1250 als „Dubegneve“ erwähnt wird. Erst 1368 taucht der Name „Woldenberg“ auf. Nach 1945 kehrte Polen zur ursprünglichen slawischen Namensgebung in der Form von „Dobiegniew“ (Neu-Eiche) zurück.

Die kleine Stadt ist Anfang des 18. Jahrhunderts von einer Stadtmauer mit Wallanlagen umgeben. Im Norden und Osten bieten der große Woldenberger See sowie das Wasser des nach Süden in Richtung Drage fließenden Woldenberger Fließes weiteren Schutz. An der Nordost-Ecke der Stadtmauer ist ein Wachturm vorgelagert.

Noch heute steht an der nach Westen verlängerten Schulstraße (der Milferstaedt Straße) ein beeindruckender hoher Rest der alten Stadtmauer – das Storchnest.

[Report über die Reste der Woldenberger Stadtmauer von 1926] [Frühere Namen der Straßen]   (Repro+Korr: 2005 – khd)

Erläuterungen:

  1 = Fließbrücke Mühlengasse.
  2 = Schule.
  3 = Rathaus.
  4 = Hohes Tor.
  5 = Fließbrücke Niederes Tor.
  6 = Fließ + Woldenberger See.
  7 = Wachturm.
  8 = Ev. Kirche.
  9 = Wallstraße.
 
     


  A = Marktplatz.
  B = Alte Marktstraße.
  C = Kurze Marktstraße.
  D = Neue Straße.
  E = Richtstraße.
  F = Brauhausstraße.
  G = Kirchstraße.
  H = Schulstraße.
 
     


   
  Geschichte Woldenbergs
Im khd-research.net,
die freie Info-Quelle.
 


   
  Geschichte Woldenbergs
In Wikipedia, der
freien Enzyklopädie.
 



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