Woldenberg (Neumark) aus der Luft  —  Dobiegniew um 2000 khd
Stand:  8.8.2014   (96. Ed.)  –  File: WBG/Woldenberg_aus_der_Luft.html



Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  W o l d e n b e r g
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Auf dieser Seite sind einige Luftaufnahmen aus verschiedenen Blickrichtungen auf das heutige Dobiegniew mit Erläuterungen publiziert. Die Fotos stammen aus der „foto galeria“ der Dobiegniew- Homepage, wo sie leider nicht mehr zu sehen sind (Stand: Anfang September 2006). Unklar ist, wann die Fotos entstanden sind – vermutlich um 2000.

Inzwischen haben sich auch alte Luftaufnahmen von Woldenberg aus der Zeit von vor 1945 angefunden, die allerdings meist eine schlechte Foto-Qualität aufweisen. [Translation-Service]

I n d e x :


Dobiegniew — Satelliten-Fotos


    Satelliten-Foto
^   Klicke, um dieses Satelliten-Foto anzuzeigen.   (Google Earth – 2008)
Google Earth macht’s heute möglich: Das Ansehen von Fotos im Internet von (fast) jedem Ort auf der Erde. Diese Fotos sind von Satelliten aus dem Weltall aufgenommen und mit Computern aufbereitet worden. Man muß dazu nur die Google-Software auf dem PC installiert haben und die geographischen Koordinaten des Ortes wissen, von dem man ein Foto sehen möchte.

Auf der Suche nach den ‚Resten‘ von Bayers Hof wurde Anfang März 2008 ein erstes solches Foto heruntergeladen und hier präsentiert (Klick auf das nebenstehende Bildsymbol). Die Orts-Koordinaten sind: Breite = 52° 56' 58,59" Nord (rund 52,95°), Länge = 15° 47' 57,57" Ost (rund 15,80°). Damit wurde ein Foto von Dobiegniew mit seiner südöstlichen Umgebung mit einem Blick aus rund 8500 Metern (27.844 ft) angezeigt. Leider stand eine höhere Auflösung nicht zur Verfügung.

Das Satelliten-Foto deckt einen Bereich vom Gehege im Westen bis weit hinter Mehrenthin (Mierzecin) im Osten und in Nord-Süd-Richtung einen Bereich von Johanneswunsch (Rolewice) bis Eichberg (Debogóra) ab. Der Google-Computer hat das Foto mit polnischen Ortsnamen beschriftet, deren frühere deutsche Bezeichnung ist:

   
Zur Orientierung:
  Chrapów = Grapow
  Debogóra = Eichberg
  Dobiegniew = Woldenberg
  Dolinka = xxx
  Grabionka = Grabershof
  Grzmiaca = Hier war früher die alte Papier-Mühle.
  Mierzecin = Mehrenthin
  Osada Nowy Mlyn* = Hier war früher Bayershof.
  Ostrowiec = Rohrsdorf
  Rolewice = Johanneswunsch
  Sarbinowo = Schüttenburg
  Slonów = Schlanow
 
* = Google hat damit den falschen Ort bezeichnet, wie sich später herausstellte. Gemeint ist damit doch die (alte) Ansiedlung „Neu-Mühle“, rund 900 m nordwestlich vom Bayershof.

Auch waren auf diesem Foto Neuigkeiten zu entdecken. So ist der Große See in westlicher Richtung über den früheren Postberg hinaus vergrößert worden. Und am Ort im Bogen des Mehrenthiner Fließes, wo bis 1945 Bayershof war, soll es nun eine ganze Siedlung geben, die den polnischen Namen „Osada Nowy Mlyn“ (Siedlung Neue Mühle) trägt, was sich inzwischen aber als falsch herausstellte. Gemeint ist damit die alte Neu-Mühle. Die noch vorhandenen Bayershof-Gebäude tragen heute keinen gesonderten Namen.



Dobiegniew -- GoogleEarth-Ansicht vom Mai 2009
^   GoogleEarth-Ansicht von Dobiegniew/Woldenberg vom Mai 2009. Beim Anklicken wird eine Vergrößerung (0,3 MByte) angezeigt. Die Sichthöhe beträgt rund 1,5 km. Bei GoogleEarth kann bis auf eine Sichthöhe von etwa 300 m herangezoomt werden, so daß bereits viele Einzelheiten erkennbar werden, wie das Beispiel Bahnhofsviertel zeigt. [Druckfassung des Fotos zum Zusammenkleben in PDF] [Stadtplan von Dobiegniew]

Aus dem Foto geht u. a. hervor, daß die alten Woldenberger Friedhöfe zu Parks umgestaltet worden sind, wie das schon 1968 Dr. Schenk beschrieben hatte.  (Sat-Foto: 19.5.2009 – GoogleEarth)



Dobiegniew — Luftaufnahmen


Foto 1 Foto 2 Foto 3 Foto 4
Foto 1–4     Woldenberg_1    
Zur besseren Orientierung:

In dieser alten Karte Woldenbergs sind die
jeweiligen Blickrichtungen der abgebildeten
Dobiegniew-Fotos angegeben.

Durch Klicken auf die Symbole in der
Karte (Pfeile oder Namen) werden die
einzelnen Fotos angezeigt.

[Alter Stadtplan von Woldenberg]

[Neuer Stadtplan von Dobiegniew]




Luftaufnahme von Dobiegniew/Woldenberg
^   Dobiegniew/Woldenberg aus der Luft um 2000. Die Altstadt- Bebauung wurde im Januar 1945 fast vollständig zerstört. Nur die Ev. Marienkirche in roter Backstein-Gotik blieb erhalten, wenn auch arg lädiert. [Alter Woldenberg-Plan] [Dobiegniew-Plan]   (Repro: 2005 – khd/galeria)

Foto 1     Dobiegniew_6    
Zur Orientierung:
Verwendet werden hier die bis 1945 geltenden
Bezeichnungen des alten Woldenbergs.

  1 = Woldenbergs fischreicher Großer See.
  2 = Marktplatz mit Marienkirche.
  3 = Eisenbahnlinie Kreuz — Stettin (Szczecin).
  4 = Bahnhofstraße (Bhf. nicht mehr im Bild).
  5 = Friedeberger Straße.
  6 = Chaussee nach Hochzeit (Stare Osieczno).
  7 = Kastanienplatz.
  8 = Hier steht das „Storchnest“. * *
  9 = Hier stand die Schule.
10 = Zum „Galgenberg“ in Richtung Wutzig.
11 = Hier war das „Rittergut“.
12 = Frühere Altstadt (Rot eingerahmt).
13 = Röllfitz See.



Luftaufnahme von Dobiegniew/Woldenberg
^   Dobiegniew/Woldenberg um 2000. Das Luftfoto wurde in Richtung Süden aufgenommen. Dort ist seit 1945 gleich hinter der Bahnstrecke ein größeres Siedlungsgebiet entstanden. Auch wenn der Woldenberger Wald (1) nicht sehr groß ist, wuchsen im „Gehege“ immer reichlich Pilze und sogar besonders aromatische Walderdbeeren. Die Friedeberger Straße (5) ging hinter dem Bahnübergang in die Friedeberger Chaussee über, die den Wald durchquert und nach Friedeberg führt. Es ist die frühere Reichsstraße Nr. 1 (Aachen — Berlin — Königsberg/Ostpreußen). [Alter Woldenberg-Plan] [Dobiegniew-Plan]   (Repro: 2005 – khd/galeria)

Foto 2     Dobiegniew_4    
Zur Orientierung:
Verwendet werden hier die bis 1945 geltenden
Bezeichnungen des alten Woldenbergs.

  1 = Woldenberger Gehege (Wald) mit Sportplatz.
  2 = Bahnhof.
  3 = Eisenbahnlinie Kreuz — Stettin (Szczecin).
  4 = Bahnhofstraße.
  5 = Friedeberger Straße.
  6 = Trockenplatz.
  7 = Kastanienplatz.
  8 = Hier steht das „Storchnest“. * *
  9 = Weg nach Schlanow (Slonow).
10 = Straße nach Rohrsdorf (Ostrowiec).
11 = Hier war das „Rittergut“.
12 = Neues Siedlungsgebiet.
13 = Alter Friedhof.



Luftaufnahme von Dobiegniew/Woldenberg
^   Diese Ansicht von Norden auf Dobiegniew/Woldenberg um 2000 macht die Zerstörung des alten Woldenbergs besonders deutlich. Wo bis 1945 eine geschlossene Bebauung stand, gibt es neben einer offenen Neubebauung noch immer reichlich Grünflächen. Der Grundriß der früheren Kleinstadt kann aber am Straßenraster abgelesen werden. Auch geben die restaurierte Kirche am Marktplatz (1) und die Eisenbahnlinie (8) Orientierung.
[Alter Woldenberg-Plan]   [Dobiegniew-Plan]   [Panorama vom Kirchturm von 2005]   (Repro: 2005 – khd/galeria)

Foto 3     Dobiegniew_3    
Zur Orientierung:
Verwendet werden hier die bis 1945 gelten-
den Bezeichnungen des alten Woldenbergs.

  1 = Marktplatz mit alter Kirche.
  2 = Richtstraße (fr. Reichsstraße Nr. 1).
  3 = An der Nord-Mauer.
  4 = Am Hohen Tor.
  5 = Kirchstraße.
  6 = Schulstraße.
  7 = Kastanienplatz.
  8 = Eisenbahntrecke Kreuz — Stettin.
  9 = Chaussee nach Klosterfelde.
10 = Brunnenstraße.
11 = Neues Warenhaus (Supermarkt).
12 = Neue Schule von Dobiegniew.



Luftaufnahme von Dobiegniew/Woldenberg
^   Im Anflug auf Dobiegniew/Woldenberg von Westen. Unter uns der „Faule See“ an der früheren Friedeberger Chausee. Vor uns links das „Gehege“ und dahinter die Stadt am „Großen See“. Zwischen dem Faulen See und dem Gehege war bis zum Ende des II. Weltkriegs das Baracken-Lager der Deutschen Wehrmacht (Ersatz-Bataillon Woldenberg). Einige Baracken dienten ab Herbst 1944 als provisorische Schule, da die eigentliche Schule am Marktplatz zum Lazarett umfunktioniert worden war.

Auf der anderen Straßenseite lag das „OfLag II C“ für polnische Kriegsgefangene, woran heute in Dobiegniew eine Gedenkplatte und ein kleines Museum erinnert. Die Russen nutzten 1945 die OfLag-Baracken als Kriegsgefangenen-Lager für deutsche Soldaten.

[Sat-Foto des Lagergeländes von 2009] [Alter Woldenberg-Plan] [Dobiegniew-Plan]   (Repro: 2006 – khd/galeria)

Foto 4     Dobiegniew_1    
Zur Orientierung:
Verwendet werden hier die bis 1945 gelten-
den Bezeichnungen des alten Woldenbergs.

  1 = Fauler See.
  2 = Barackenlager der Deutschen Wehrmacht.
  3 = Woldenberger Gehege (Stadt-Wald).
  4 = Großer (Woldenberger) See.
  5 = Friedeberger Chaussee.
  6 = Chaussee nach Rohrsdorf und Driesen.
  7 = Chaussee nach Hochzeit.
  8 = Eisenbahnstrecke Stettin — Kreuz.
  9 = Ort des Lagers „OfLag II C“ (siehe auch Sat-Foto).
 



Woldenberg — Luftaufnahmen von vor 1945


Inzwischen haben sich auch einige Luftaufnahmen von Woldenberg aus der Zeit von vor 1945 angefunden. Leider ist die Foto-Qualität und die Auflösung dieser Schwarzweiß-Aufnahmen meist sehr schlecht. Die Fotos wurden bereits im Rahmen der Woldenberg-Galerie publiziert. Zur Übersicht folgen hier von jedem dieser Fotos Verkleinerungen zum Anklicken.

Woldenberg/Nm. -- Gesamtansicht von Westen      
^   Gesamtansicht Woldenbergs aus westlicher Sicht um 1932.   (Repro vom Repro: 2006 – khd)
Woldenberg/Nm. -- Gesamtansicht von Nordwesten
^   Gesamtansicht Woldenbergs aus nordwestlicher Sicht vor 1945 (Aus: Woldenberg-Prospekt).   (Repro: 2006 – khd)

Klicken auf diese Bilder ergibt Vergrößerungen.

Woldenberg/Nm. -- Ansicht von Süden
^   Blick aus südlicher Richtung auf Woldenbergs Altstadt (Innenstadt) um 1932.  (Repro: 2007 – khd/bredwolf-File0122)

Klicken auf diese Bilder ergibt Vergrößerungen.

Woldenberg/Nm. -- Gesamtansicht von Südwesten      
^   Blick aus südwestlicher Richtung auf Woldenberg und den Großen See vor 1945.   (Repro vom Repro: 2006 – khd)
Woldenberg/Nm. -- Kirche mit Markt und Umgebung
^   Woldenbergs Stadtkern um 1940 mit Kirche und Marktplatz aus nordöstlicher Richtung.   (Repro: 2006 – khd)




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