Woldenberg (Neumark)   —  Forum / Guestbook 2010 khd
Stand:  28.3.2014   (140. Ed.)  –  File: WBG/Forum/Woldenberg_Forum_2010.html


Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  G ä s t e b u c h - E i n t r a g
Für Woldenberg mit Umgebung,
die Neumark und auch Pommern.
 
In diesem am 15. August 2007 gestarteten Woldenberg-Forum bzw. -Gästebuch können auch Friedeberger, Driesener und alle an der Neumark Interessierten ihre Mitteilungen und Suchanfragen eintragen, denn diese haben im Internet noch keine eigene ‚Heimat‘ gefunden. Das Forum/Gästebuch ist moderiert, weshalb Ihre Beiträge und Kommentare erst mit einigen Tagen Verzögerung im Gästebuch erscheinen können. Die aktuellsten Einträge stehen jeweils oben! Die Erläuterungen in [Ed: ...] und die meisten Links sind redaktionell hinzugefügt worden. Die Uhrzeiten sind alle in MEZ (CET) bzw. MESZ (CEST) angegeben.

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Woldenberg — Forum + Gästebuch 2010   (Teil 4)

Woldenberg-Forum/Gästebücher:
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Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
1. Januar 2010 um 00.00 Uhr
Allen Lesern
und Leserinnen
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 000
Ein gutes neues Jahr 2010 !

A Happy New Year !

Une Bonne Année !

Szczesliwego Nowego Roku !

Wünscht der Herausgeber
allen Lesern und Leserinnen
der Woldenberg/Dobiegniew-Seiten.
Mögen 2010 viele von Ihnen dieses Gästebuch nutzen.

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
10. Januar 2010 um 20.10 Uhr
Alte Fotos gesucht
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 078
Kinder aus Woldenberg, die 1945 gerade 5 Jahre alt waren, werden in diesem Jahr (2010) bereits 70, und die damals 15-jährigen werden nun schon 80. Alle diese werden sich noch gut an Woldenberger Einzelheiten erinnern können.

Da wird es höchste Zeit, noch einmal nach verborgenen Fotoschätzen von der Kleinstadt in der Neumark zu fragen. Vielleicht schlummert ja doch noch das eine oder andere Foto aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg in Familien-Alben. Und vielleicht sind das gerade Ansichten von Orten in Woldenberg oder dessen Umgebung, die nicht auf Ansichtskarten verewigt worden sind.

Mir fallen da beispielsweise ein: Katzensteg hinterm Friedhof, Postberg, Galgenberg, Rodelbahn, Schützenfest, Umzüge, Friedhof, Rittergut, Feste bei Ziebarth, Zirkus auf dem Trockenplatz, Schulhof, Turnhalle, Scheunenviertel, Faßfabrik, Synagoge in der Junkerstraße, Ansichten von Geschäften, Kino in der Bahnhofstraße, Fotos von der Feldarbeit, Wochenmarkt, Postbus, Tankstelle am Kastanienplatz, Bahnübergang mit Schranken, im Gehege (Wald) usw.

Es wäre daher prima, wenn Sie mal nachschauen könnten, ob Sie noch Interessantes finden, das einen breiteren Kreis gezeigt werden sollte. Gerne nehme ich gescannte Fotos
per E-Mail-Anhang entgegen.

Ihr Editor
Karl-Heinz Dittberner

Name:
E-Mail:
Datum:
H. Post
liane.post (at) gmx.de
13. Januar 2010 um 20.10 Uhr
Familie Spielvogel gefunden
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 079
Guten Tag,   ich habe eine Information zu einer Anfrage der Fam. Mackiol – aus dem Gästebuch 2007 – zur Fam. Spielvogel aus Woldenberg. Meine Mutter ist eine geb. Spielvogel.

Der genannte Georg Spielvogel (Malermeister) ist mein Grossvater und der genannte Reinhold Spielvogel mein Urgrossvater, sofern nicht weitere Personen gleichen Namens und Berufes zu der Zeit zwischen den Kriegen in Woldenberg lebten. Aber auch die Adressen sprechen dafür.

Die beiden anderen Hugo und Gustav kann ich leider nicht zuordnen, aber einer müsste mein Ururgrossvater sein und einer ein Bruder von Reinhold oder Georg. (Nach den Erzählungen meiner Mutter). Mehr geben meine Unterlagen leider nicht her. Ich habe noch einige Fotos, insbesondere von meinem Grossvater in Maler-Arbeitskleidung vor einer Staffelei mit Ölbild. Er war neben den üblichen Malerarbeiten auch Bildermaler.

Ich hoffe, ich kann damit jemand weiterhelfen. Leider beginnt man immer zu spät mit der Erforschung der Herkunft der Familie.

Mit freundlichen Grüssen
H. Post

Name:
E-Mail:
Datum:
Wolfgang Bredereck
bredwolf (at) crystalkingdom.com.au
15. Januar 2010 um 23.55 Uhr
Kraft durch Kreude
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 080
Auch unsere Familie kochte jedes Jahr Kreude. Die Zuckerrueben wurden gereinigt, gekocht und ausgepresst. Dann wurde der Saft solange gekocht, bis er war wie man ihn haben wollte, dick oder duenn, hell oder dunkel.

Manchmal machte man zerriebene Mohrrueben dazu, um eine andere Textur zu bekommen. Ich kann mich nicht an ein Rezept erinnern.

Als ich spaeter in Schleswig-Holstein arbeitete, da gab es auch Kreude, wir kochten keine, man hat sie wohl gekauft oder eingetauscht. Sie schmeckte aber wie die Woldenberger Kreude.

Zu den
Woldenberger Geschaeften will ich auch eins zugeben: Mein Onkel, Max Weckwerth war ein Auto-Schlosser und hatte seine Werkstatt am Kastanien-Platz.

All the best from sunny Australia,
Wolfgang Bredereck
[Editor–16.01.2010:    Danke! Das ist eine Antwort auf meine Frage von Ende Dezember 2009. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
22. Januar 2010 um 00.10 Uhr
Märkte in Woldenberg
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 081
Es tauchte die Frage nach dem Wochenmarkt in Woldenberg auf. Offensichtlich gab es einen wöchentlichen Markt nicht. Nach den Angaben in den Marktkalendern, die in den alten „Heimatkalendern für den Kreis Friedeberg“ im Anhang zu finden sind, gab es im Jahr nur 4 Viehmärkte (Februar, Mai, September und November) und außerdem im August einen Pferdemarkt.

Am Tag nach dem Viehmarkt fand dann in Woldenberg immer ein „Krammarkt“ statt. Zumindest war das 1923 so. Ob das in den Kriegsjahren (1939–1945) auch noch so war, ist unklar. Auch in den Städten Driesen und Friedeberg gab es damals keine Wochenmärkte.

Name:
E-Mail:
Datum:
Klaus Pohle (Kanada)
klaus_pohle (at) carleton.ca
26. Januar 2010 um 20.52 Uhr
Familie Kelm gesucht
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 082
My grandmother, Mathilde Louise Kelm, was born in Woldenberg in 1877. Her father was Julius Kelm, her mother, Wilhelmine (von) Weckwerth. Louise was married in Berlin in 1901.

Does anyone know anything about this family?
[Editor–27.01.2010:    In Woldenberg’s address index of the year 1924 are 9 persons registered with the name KELM: Alfred + Alwine + Auguste + Gustav (2x) + Karl + Paul + Rudolf + Wilhelmine, who lived at different places in Woldenberg. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Wolfgang Albrecht
wolfalb (at) t-online.de
31. Januar 2010 um 15.20 Uhr
OfLag II C war 1945
Lager für Deutsche
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 083
Habe mit Interesse über Lager OfLag II C Woldenberg gelesen. Leider finde ich keinen Beitrag, dass dieses Lager nach Einmarsch der Roten Armee für deutsche Kriegsgefangene genutzt wurde.

Ich war als 16-jähriger von Mai – September 1945 hier. — Den Komfort (Bibliothek, Sportplatz ...) hatten wir nicht, dafür vielen Hunger. Gegenüber dem Lager, auf der anderen Straßenseite befand sich die Krankenstation.

Ich war 1975 als Besucher in Woldenberg. Da wurde das große Lager als Schweinemast genutzt.
[Editor–31.01.2010:    Im Gästebuch gibt es 2 Beiträge aus dem Jahr 2008 bzw. 2009, aus denen hervorgeht, daß das OfLag II C nach Februar 1945 von den Russen für deutsche Kriegsgefangene genutzt wurde: "War OfLag II C ab 1945 Lager für Deutsche?" (GB 041) und "Wo war das Offizierslager?" (GB 047).

Auch im Bericht über das Woldenberger Kriegsgefangenenlager wird auf die dort 1945 gefangenen Deutschen hingewiesen. Leider gibt es aus dieser Zeit bislang keinen (Zeitzeugen-) Bericht über die Situation sowie die Behandlung der deutschen Gefangenen in diesem Lager. Vielleicht teilt uns noch jemand seine Erinnerungen mit. -- khd]
[Editor–13.07.2010:    Über das Leben im Somnmer 1945 im russischen Lager in Woldenberg gibt es nun einen ausführlichen Zeitzeugen-Bericht von Wolfgang Albrecht (Jahrgang 1928). -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Angela Palm
(bekannt)
2. Februar 2010 um 20.20 Uhr
Äpfelklau beim Tüffkenbuk
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 084
Auf diesem Wege möchte ich noch ein Anekdötchen preisgeben, von dem mir mein Vater (geb. 1931 in Woldenberg) berichtet hat:

In Woldenberg lebte an der gegenüberliegenden Seeseite vom Bootshaus ein Bauer, der „Tüffkenbuk“ (Kartoffelbauch) genannt wurde. Er hatte dort Äcker und vor allem am Rain Apfelbäume von hervorragender Qualität. Als Bengel schwamm mein Vater mit seinen Freunden an einem leeren Kahn hängend hin und wieder zur Seeseite des Bauern „Tüffkenbuk"“, um dort Äpfel zu klauen. Die Jungen sammelten die Äpfel in ihre Turnhemden, die sie trugen, und schwammen derart beschwert am Kahn hängend wieder zurück. Unterwegs wurden schon die ersten Äpfel ‚verputzt‘.

Vaters Kommentar: „Heute würde kein Kind für einen Apfel soweit schwimmen (geschätzte 1,4 km für den Hin- und Rückweg)!“

Name:
E-Mail:
Datum:
Angela Palm
(bekannt)
2. Februar 2010 um 20.20 Uhr
Zeitzeugen zum Gefangenenlager
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 085
Ich meine, dass Sie noch auf der Suche nach deutschen Zeitzeugen sind, die im Offizierslager inhaftiert waren. Mein Onkel (Heinz Fischer) war (damals 17-jährig) dort gefangen. Gerne werde ich ihn dazu befragen, bzw. meinen Cousin darum bitten, Details an Sie weiter zu leiten.

Irgendwo war auf Ihrer Homepage
davon die Rede, dass die deutsche Wehrmacht ihre Kampfkraft aus dem Osten abzog, um sie an die Westfront zu verlagern. Somit war Woldenberg zu Beginn des Jahres 1945 quasi schutzlos. (Ich kann das nur als Laie formulieren, da ich mich mit militärischen Begriffen nicht auskenne).

Mein Vater ist sich recht sicher, dass am 27.01.1945 vor Aufnahme der flüchtenden Woldenberger in die bereitgestellten Züge, erst einmal bespannte Artillerie aus den Zügen geladen wurde (Bespannte Artillerie: Soldaten und Pferde).

Das war’s erst einmal bis zu den nächsten Mitteilungen.

Liebe Grüße Angela Palm
[Editor–03.02.2010:    Das mit der Artillerie kann sehr gut sein. Oberster Befehlshaber im pommerschen Frontabschnitt war damals SS-Führer Heinrich Himmler himself, der – die prekäre Lage erkennend – sogar noch aus dem fernen Sennelager bei Bad Lippspringe (heute NRW) die SS-Elite-Panzereinheit 503 mit ihren schweren Tiger-Panzern anforderte. Diese wurde dort am 25.1.1945 in Marsch gesetzt.

Eine Teilgruppe traf erst am 28.1.1945 in Kallies bei Neuwedell (nördlich von Woldenberg) per Bahn ein, von wo sie via Zatten am 30.1.1945 in Richtung Chaussee Woldenberg — Hochzeit vorstieß, aber kaum noch etwas ausrichten konnte. (Quelle: Lexikon der Wehrmacht) -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Ekkehard Lindner
ekkehard.lindner (at) t-online.de
6. Februar 2010 um 19.12 Uhr
Gefangen in Woldenberg
(Zeitzeugen-Bericht)
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 086
Ich war vom 29.7.1945 bis 21.8.1945 als deutscher Soldat Kriegsgefangener, Jg. 1922, der Russen in einem ehem. Offizierslager in Woldenberg. So mein Tagebuch. Ich war in Havelberg an der Elbe in Gefangenschaft geraten, über Posen ging es per Marschkolonne nach Woldenberg.

Lag dort meistens krank im Revier. Holten einmal im Ort Tierknochen aus einem Schlachtbetrieb, die dann verkohlt und mit leeren Flaschen zu medizinischer Kohle zermahlen wurden. Wir litten an Durchfall und waren abgemagert. Unterbringung war erträglich.

Von einer russischen Ärztin untersucht, kam ich schließlich zur Entlassung. Ohne Bewachung wurden wir auf den Weg geschickt nach Schwedt an der Oder durch menschenleere kleine Städte und Dörfer und nährten uns meist von Äpfeln. In Fiddichow setzte uns ein Pole im Kahn über die Oder.
[Editor–13.07.2010:    Über das Leben im Somnmer 1945 im russischen Lager in Woldenberg gibt es nun einen ausführlichen Zeitzeugen-Bericht von Wolfgang Albrecht (Jahrgang 1928). -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
14. Februar 2010 um 00.10 Uhr
Vor 65 Jahren:
Flucht aus Woldenberg
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 087
      Ein Fluchtzug von 1945
Das kalte Winterwetter in diesen Wochen erinnert doch sehr an das Wetter von Anfang 1945. Auch jetzt ist die Oder wieder dick zugefroren – wie damals, als im 2. Weltkrieg die russische Front mit ihrem Geschoßlärm von Osten immer näher rückte.

Mit meinem
Report über die Flucht aus Woldenberg vor den Russen soll nach 65 Jahren noch einmal an die Ereignisse von Ende Januar 1945 erinnert werden. Dargestellt sind die Erlebnisse und Recherche- Ergebnisse aus Sicht des Herausgebers dieser Woldenberg- Präsentation. Entstanden ist dieser Bericht bereits vor einigen Jahren für eine familiäre CD-ROM. Für diese Internet- Erstpublikation wurde er geringfügig geändert, ergänzt und angepaßt, um ihn allgemein verständlich zu machen.

Ich werde mich freuen, wenn ich Hinweise auf noch fehlende Fakten und Einzelheiten sowie Hinweise auf noch andere Quellen erhalte.
--
khd.
[Editor–13.03.2010:    Seit der Erstveröffentlichung des Flucht-Reports vor 4 Wochen (25. Ed.) konnten einige wichtige Ergänzungen und Anmerkungen (ab Nr, 17) hinzugefügt werden. Der aktuelle Stand ist die 40. Edition. Und sicher werden weitere folgen. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Jörg Lobinski
joelob (at) gmx.de
12. März 2010 um 19.16 Uhr
Flucht aus Woldenberg
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 088
Mit großem Interesse habe ich den Bericht über Ihre Flucht aus Woldenberg gelesen. Dabei sehe ich viele Übereinstimmungen mit meinem Erlebnis aus der damaligen Zeit. Auch ich bin Jahrgang 1937 und in Berlin-Spandau geboren. Meine Mutter stammt aus Woldenberg, ihren Eltern gehörte das Bahnhofshotel unmittelbar am Bahnhof.

Auch wir sind wegen der Bombadierung im Krieg zu unserer Großmutter gezogen. Ich verbrachte ab 1942 bis zur Flucht im Januar 1945 mit meinen Geschwistern die Zeit überwiegend dort. Auch wurde ich im August 1943 zusammen mit meinem Cousin Peter Losch in der von Ihnen beschriebenen Schule eingeschult. Habe aber an die Schulzeit keine besonderen Erinnerungen. Die Zeit unmittelbar vor der Flucht und die Flucht selbst sind mir jedoch noch in Erinnerung.

      Kinder bei Losch 1943
^   Die Kinder bei Losch vor der Giebelwand des Woldenberger Amtsgerichts an der Bahnhofstraße.   (Foto: 1943 – nn)
Im Januar 1945 kamen immer mehr Flüchtlingstrecks auf den Hof meiner Oma und blieben dort liegen, meistens weil die Pferde bei der Kälte nicht durchhielten. Sie versuchten mit der Bahn weiterzukommen. Die Wagen und all das Zeug, welches sie nicht mitnehmen konnten, blieb liegen. Im Saal des Restaurantes wurde Stroh ausgelegt und die erschöpften Menschen schliefen dort. Der Sommergarten hinter dem Haus wurde als Toilette benutzt, weil die vorhandene Toilette nicht ausreichte. Es wurde gegen Ende Januar immer schlimmer.

Wir sind dann mit dem letzten Zug, der noch abfuhr, abends oder in der Nacht, ich glaube es war der Sonnabend [27.1.1945], in einem Viehwagen, der noch an den Zug angehangen wurde, mit der Familie Richtung Stargard geflohen. In dem Viehwagen war es dunkel und kalt. Während der Fahrt mit einigen Haltezeiten, bekam noch eine junge Frau in unseren Wagon ein Kind, ihre Schreie sind mir noch gut in Erinnerung.

Mein Vater ist im Dezember 1943 in der Ukraine gefallen. Meine Mutter versuchte sich mit meinen Geschwistern und mir nach Berlin durchzuschlagen. In Stargard war ein totales Chaos auf dem Bahnhof und wir mussten bis zur Weiterfahrt noch in einem Gebäude übernachten. Über Anklam sind wir dann in einem Zug, in dem wir in einem normalen Abteil einen Platz fanden nach Berlin gefahren. Wir fuhren in der Nacht, dabei mußten wir wegen der Gefahr von Fliegerangriffen auf freier Strecke halten. Meine Mutter nutzte den Stopp um für uns Kinder Schnee im Topf zu schmelzen, damit wir etwas zum Trinken hatten. Endlich sind wir jedoch in Berlin-Spandau angekommen und durften auch wieder in unsere Wohnung zurück, die wir uns mit einigen Ausgebomten teilten. Hier erlebten wir dann im April 1945 den Einzug der Russen.

In den letzten Jahren haben wir mehrmals Woldenberg besucht. Das Haus der Oma besteht nicht mehr. Aber an das nebenstehende Gebäude, dem ehemaligen Gerichtsgebäude, sowie den Bahnhof erinnern wir uns noch sehr gut. Aus der Zeit haben wir leider keine guten Fotos. Anbei eins von 1941 mit meinen Geschwistern und dem Cousin Peter Losch und
eins von 1943 an der Mauer zum Gerichtsgebäude.


Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
2. April 2010 um 16.23 Uhr
Neumark-Karte
von 1640
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 089
      Neumark 1640
^   Neumark-Karte von 1640 (0,4 MByte).
Auf der
Neumark-Seite wird ein Link zu einer historischen Karte der Neumark angeboten. Diese ist auch im Karten-Verzeichnis notiert. Nun tauchte vor einiger Zeit die Frage auf, woher diese Karte stammt. Das ist jetzt geklärt.

Diese alte Neumark-Karte ist ein Ausschnitt aus einer Karte des Brandenburger Landes von um 1640. Sie stammt aus dem berühmten Blaeu-Atlas „Theatrum Orbis Terrarum, sive Atlas Novus“ von Johannes Blaeu, einem niederländischen Kartographen aus dem 17. Jahrhundert.

Alle Karten des 1. Bandes (Europa) des Blaeu-Atlas sind von der University of California (UCLA) digitalisiert und ins Internet gestellt worden. Der Ausschnitt der Neumark aus der Karte Nr. 16 wurde beschnitten und bildtechnisch etwas nachbearbeitet, um die alten Ortsnamen besser lesbar zu machen.

Name:
E-Mail:
Datum:
Norbert Gschweng
NGschweng (at) tv-stralsund.de
14. April 2010 um 10.27 Uhr
Anfrage wg. Brechlin
in Woldenberg
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 090
Ich schreibe gerade an einer Ortschronik für Blumenfelde [Ed: liegt nördlich von Friedeberg, westlich von Woldenberg und heißt heute Lubicz]. Die dortige Mühle gehörte der Familie Meißner.

Die mütterlichen Vorfahren waren Brechlin. Ein Familienmitglied soll nach Woldenberg in eine dortige Müllerfamilie eingeheiratet haben. Kennt jemand die Müllerfamilien in Woldenberg und kann bei der Rekonstruktion der Familienverbindungen helfen?

Mit freundlichen Grüßen
Norbert (Gschweng)
[Editor–15.04.2010:    Im Woldenberger Adreßbuch von 1924 sind 2 Personen mit dem Familiennamen BRECHLIN aufgeführt: Der Zimmermann Karl BRECHLIN, Brauhausstraße 15 und der Maurer Wilhelm BRECHLIN, Moltkestraße 9. Weiterhin sind dort 12 Personen angegeben, die etwas mit der ‚Müllerei‘ zu tun hatten:
  • BERNDT, Otto -- Müllermeister, Niedertor 16
  • BURSCHE, Hermann -- Müllermeister, Gramsfelde
  • BURSCHE, Max -- Müller, Gramsfelde
  • FIEBELKORN, Wilhelm -- Windmüller, Abbau
  • JESCHKE, Otto -- Mühlenbesitzer, Niedertor 16
  • MÄTHER, Max -- Schneidemüller, Nordmauer 2
  • HAASE, Max -- Mühlenbesitzer, Papiermühle
  • KASBURG, Franz -- Müllergeselle, Papiermühle
  • MERSETZKY, Otto -- Schneidemüller, Junkerstraße 21
  • ROHDE, Ludwig -- Müllerlehrling, Gramsfelde
  • SOMMERFELDT, Friedrich -- Schneidemüller, Brauhausstraße 4
  • WECKWERTH, Franz -- Müller, Abbau
Aus Notizen meiner Vorfahren geht noch hervor, daß die Mühle am Schlanower Weg im Besitz von BÖTTCHER, FIEBELKORN und THURAU war. Vielleicht hilft das ja anderen, doch noch etwas über mögliche Familienverbindungen herauszufinden. -- khd]
[Editor–16.04.2010:    Noch ein Hinweis: In Woldenberg gab es noch in den 1920er-Jahren am Mühlentor (Ostmauer) ein „Brechlinsches Haus“. Vermutlich sind die BRECHLIN, die gesuchte Woldenberger Müller-Familie, zumal in der Nähe dieses Hauses auch die Wassermühle war. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Klaus Günther
klaus (at) topteam-web.de
25. Mai 2010 um 07.17 Uhr
Emma Gatzke
aus Woldenberg
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 091
Aus dem Nachlass meiner Mutter habe ich jetzt ein Dokument der Wehrmachtstelle für Kriegsgefallene gefunden mit der Adresse meiner Oma in Woldenberg. Diese war:
      GATZKE -- Trecker auf Abbau bei Woldenberg
^   Oma Emma (links) auf Abbau bei Woldenberg/Nm.
Emma Gatzke, Woldenberg, Kreis Friedeberg, Gresower Weg lese ich daraus.

Einen Grassower oder Greßower Weg habe ich aber nirgends gefunden. Die amtliche Urkunde lautet auf Grezower Weg und auch den konnte ich nicht finden. Vielleicht weiß jemand mehr als ich.

Bilder werde ich demnächst wieder auf
meinen Blog laden. Hier das Foto, von dem ich meine, es seien mein Halbonkel auf dem Trecker und meine Oma im Hintergrund.
[Editor–25.+26.05.2010:    Das Problem mit dem Namen des Weges liegt vermutlich an einem nicht korrekten Übertragen aus in altdeutscher Handschrift (flüchtig) aufgeschriebener Information. Es wird sich wohl um den „Grapower Weg“ handeln, ein Landweg, der östlich von Woldenberg lag. Insofern ist dieses Posting eine Ergänzung zum Posting GB_053 von 2009 mit der Ortsskizze (der Grapower Weg ist die dort an den Gehöften verlaufende Straße).

Dort befand sich ein „Abbau“-Areal mit 5 Bauernhöfen. Eine dort ansässige Familie hieß GATZKE (siehe auch: Adressbuch von 1924). Von einem Mitglied der Nachbar-Familie RUPP, das dort bis 1945 lebte und um 1990 die Gegend bereiste, hatte ich zudem vor einiger Zeit einige Informationen über diese Gegend in einem anderen Zusammenhang erhalten – u. a. auch die Familiennamen der Bewohner.

Damit dürfte der Wohnort der Oma Emma in Woldenberg gefunden sein. Übrigens, etwas weiter nordöstlich vom Grapower Weg lag das Gut Grapow in der Nähe des kleinen und großen Grapower Sees (in dieser Karte ist der Grapower Weg parallel zur Einsenbahnstrecke ganz dünn eingezeichnet). -- khd]
[Editor–22.12.2010:    Unter GB_122 gibt es einen aktuellen Hinweis darauf, wo heute die Gatzkes leben – in Mecklenburg-Vorpommern, wie so viele Ex-Woldenberger Familien. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Klaus Günther
klaus (at) topteam-web.de
26. Mai 2010 um 07.38 Uhr
Emma Gatzke
aus Woldenberg
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 092
So eine schnelle Antwort hätte ich nicht vermutet. Damit komme ich meinen Wurzeln ein gutes Stück näher. Vielen herzlichen Dank.

Schöne Grüße von der Küste
Klaus Günther
[Editor–22.12.2010:    Unter GB_122 gibt es einen aktuellen Hinweis darauf, wo heute die Gatzkes leben – in Mecklenburg-Vorpommern, wie so viele Ex-Woldenberger Familien. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Stephanie
spolzfuss (at) web.de
31. Mai 2010 um 15.53 Uhr
Suche nach den Polzfuß
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 093
Hallo alle zusammen,
ein Kompliment für diese informative und interessante Homepage.

Woldenberg und Driesen tauchen als Geburtsort in meiner Familie väterlichseits immer wieder bei den Familiennamen POLZFUSS und LEESKE auf. Auch die Namen KRAFT und MATTHEE bzw. MATTHEY kommen vor.

Im
Einwohnerverzeichnis von 1924 habe ich sogar einige meiner Vorfahren entdeckt. Wer kann mir bei der weiterführenden Suche helfen? An wen muß ich mich z. B. für Geburts- oder Heiratsurkunden wenden?

Viele Grüße aus Erkrath (NRW)
Stephanie
[Editor–01.06.2010:    Hier schon mal vorweg ein Link zur Abteilung Fragen. — Grundsätzlich wurde bislang immer gesagt, von Woldenberg und Umgebung sind alle alten Kirchenbücher und Personenstandsunterlagen 1945 vernichtet worden. Ob das aber wirklich stimmt, erscheint mir nicht so ganz klar zu sein. So könnten beispielsweise anderenorts durchaus Duplikate überlebt haben, auf die heute Zugriff besteht.

Nun gibt es seit einiger Zeit dieses Grüneberg-Buch „Kirchenbücher, Kirchenbuch-Duplikate und Standesamtsregister der ehemals brandenburgischen Kreise“ (2008) für knapp 30 Euro, das verheißt, alle Fundorte von noch vorhandenen Unterlagen aus der Neumark zu kennen. Vielleicht weiß ja ein(e) Leser(in), was da zu Woldenberg tatsächlich aufgeführt ist. Denn sollte sich auch damit bestätigen, daß es nichts mehr gibt, wären 30 Euro rausgeschmissenes Geld...

Außerdem gibt es im Internet noch einige Datenbanken mit Datensätzen von Personen aus der Neumark und aus Pommern. Aber diese Angebote sind bei weitem nicht vollständig. Aber man kann Glück haben. Links dorthin habe ich über die Zeit in der Neumark-Referenz-Liste im Abschnitt „Ahnen-Forschung“ zusammengetragen. -- khd]
[Editor–08.06.2010:    Andrzej Patrosz hat ein guten Rat zur Personen-Suche gegeben. -- khd]
[Editor–21.06.2010:    Aus den neuen Einwohner-Listen zu Woldenberg und Umgebung geht hervor: Dort haben mindestens 15 Personen mit dem Familiennamen „Polzfuß“ gelebt. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Andrzej Patrosz
patrosza (at) yahoo.com
7. Juni 2010 um 22.30 Uhr
Suche nach den Polzfuß
Kommentar/Comment:        [Kommentieren] [Translation-Service] GB 094
Regarding family genealogical research, useful records exist at www.familysearch.org

I was able to trace my German ancestors who settled in Galizia to 1680!

Quick search on last name POLZFUSS returns number of records in Woldenberg:

 RICHARD ADOLF EDUARD POLZFUSS - 31 DEC 1899 Woldenberg, Brandenburg, Preussen  
 ALFRED AUGUST HERMAN POLZFUSS - 19 FEB 1923 Woldenberg, Brandenburg, Preussen 
 IRMGARD              POLZFUSS - 19 APR 1928 Woldenberg, Brandenburg, Preussen 

[Editor–08.06.2010:    Das ist ein sehr guter Rat. Denn die Mormonen-Kirche, die dieses Portal „Family-Search“ betreibt, verfügt über die größte Sammlung von Personen-Nachweisen aus dem früheren Ost-Deutschland, die sie dort selbst vor 1945 gesammelt hat. Offensichtlich sind aber noch nicht alle Mikrofilme digitalisiert worden und im Internet online.

Hier noch der Link, der direkt zum Eingabe-Formular bei „Family-Search“ führt. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Margaret Graham (Calgary, Canada)
maggiegee42 (at) hotmail.com
13. Juni 2010 um 5.35 Uhr
Father came from
Klosterfelde
Kommentar/Comment:        [Kommentieren] [Translation-Service] GB 095
Thank-you for your wonderful site. I enjoyed visiting your site to see the things my father so often talked about. My father came from Klosterfelde. He immigrated to Canada in 1926, the rest of the family left in 1945.

Thank-you once again for all of your dedicated work in upkeeping this site. I will visit often.

M. Röhl Graham
[Editor–15.06.2010:    Im „Adressbuch der Umgebung von Woldenberg von um 1925“ ist unter Klosterfelde ein Landwirt Richard RÖHL verzeichnet. Klosterfelde lag bereits im Kreis Arnswalde. -- khd]
[Editor–16.06.2010:    Richard RÖHL sei ihr Onkel, teilt Frau Röhl Graham mit. Weitere Familiennamen von Interesse seien: FIEBELKORN, HEMPE, PETZNICK, SCHRÖDER, NEUMANN und MUNKE. -- khd]
[Editor–21.06.2010:    Take a look at the new inhabitant lists of Woldenberg: There you’ll find a lot of persons with the names you’re looking for (approx. 34). -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
22. Juni 2010 um 00.10 Uhr
Einwohner-Verzeichnisse von
Woldenberg und Umgebung
Kommentar/Comment:        [Kommentieren] [Translation-Service] GB 096
Nach so einiger Editier-Arbeit sind die folgenden Einwohner-Verzeichnisse vorzeigbar, auch wenn an manchen Stellen noch einiges fehlt. Mögen sie vielen bei der Familienforschung weiterhelfen, auch wenn man in 2 Listen suchen muß.

  • Wer wohnte 1924 in Woldenberg? – Kreis-Adreßbuch-Auszüge.
    Dieses Verzeicnis wurde total überabeitet und manches ergänzt. Es ist bislang das vollständigste Einwohner-Verzeichnis im Internet.
    (Erstpublikation: 44. Edition – 22.6.2010)
  • Dieses als Text-Datei – Zum Selbstsortieren der Datensätze.

  • Wer wohnte um 1925 in Woldenbergs Umgebung? – Kreis-Adreßbuch-Auszüge.
    Enthalten sind derzeit diese 18 Orte: Abbau von Woldenberg, Amalienhof, Bayershof, Diebelbruch, Gramsfelde, Hochzeit, Jägersburg, Johanneswunsch, Karolinenhof, Klosterfelde, Kölzig, Lämmersdorf, Lenzenbruch, Marienwalde, Papiermühle, Regenthin, Siedlung Eigene Scholle, Steinbusch. Weitere Orte werden folgen.
    (Erstpublikation: 24. Edition – 15.6.2010)
  • Dieses als Text-Datei – Zum Selbstsortieren der Datensätze.
Natürlich ist geplant, die Listen zu ergänzen. Hinweise zur Verbesserung dieser Verzeichnisse sind stets willkommen.
--
khd.
[Editor–23.06.2010:    In diesen Einwohner-Verzeichnissen kommt der Spalte „Stand“ eine besondere Bedeutung zu. So besagt eine Jahreszahl von 1924, 1925 oder 1926, daß dieser Datensatz aus den zitierten Kreis-Adreßbüchern stammt. Ist dort aber eine höhere Jahreszahl notiert (bis 1945), dann wurde dieser Eintrag aufgrund anderer (sicherer) Quellen verifiziert und/oder ergänzt. -- khd]
[Editor–30.06.2010:    In der 30. Edition enthält das Einwohner-Verzeichnis der Umgebung Woldenbergs nun alle geplanten 33 Orte: Abbau (Woldenberg), Amalienhof, Bayershof, Diebelbruch, Dolgen, Eichberg, Gramsfelde, Grapow, Hermsdorf, Hochzeit, Jägersburg, Johanneswunsch, Karolinenhof, Klosterfelde, Kölzig, Krügergrund, Lämmersdorf, Lauchstädt, Lenzenbruch, Marienwalde, Mehrenthin, Papiermühle, Pockrandts Theerofen, Regenthin, Rohrsdorf, Schlanow, Schüttenburg, Siedlung Eigene Scholle (Woldenberg), Steinbusch, Waldowshof, Wolgast, Wugarten, Wutzig. -- khd]
[Editor–04.07.2010:    Auf der neuen Seite „Neumark — Einwohner-Verzeichnisse“ kann nun nachgesehen werde, von welchen Orten (Städte und Dörfer) es hier bereits alte Einwohner- Verzeichnisse gibt. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Wolfgang Lenz
lenzw (at) web.de
25. Juni 2010 um 20.50 Uhr
Wo verblieb Hugo Steinhardt
aus Woldenberg?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren] [Translation-Service] GB 097
Im Kreisadressbuch 1924 wird Hugo Steinhardt als Schuhmacher (Eigentümer, Selbstständig) in der Schulstraße 28 genannt.

Im Friedeberger Kreis-Blatt, Ausgabe Nr. 261 vom 06.11.1929, wird Hugo Steinhardt wiederum genannt, und zwar als Schuhmachermeister in der Schulstraße 28.

Nach Angaben aus der Verwandtschaft wurde Hugo um 1885 im Kreis Karthaus geboren. Bis 1945 soll er in Woldenberg gelebt haben, danach verliert sich seine Spur.

Martha Steinhardt, bis 1945 in Wugarten heimisch, lebt heute als Witwe eines Neffen von Hugo Steinhardt in Westfalen. Sie interessiert sich dafür, ob es mittlerweile einen Hinweis auf den Verbleib des Schuhmachermeister Steinhardt gibt.

Auch weitere Angaben zur Familie Steinhardt in Woldenberg wären von Interesse, da es zu dieser so gut wie keine Infos gibt.

Mit bestem Dank im Vorhinein,
i.V. Wolfgang Lenz
[Editor–26.06.2010:    Zur Orientierung in Woldenberg: Die Schuhmacherei Steinhardt war an der nördlichen Seite der Schulstraße, in dem Häuserblock Markt — Schulstraße — Brunnenstraße — Kirchstraße, etwa in der Mitte, unweit der Bäckerei von Pieper (Schulstraße 30 = Schul- Ecke Brunnenstraße). Das Haus ist auf dem Foto 075 zu erkennen. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
2. Juli 2010 um 01.33 Uhr
Einwohner-Verzeichnisse von
Friedeberg/Neumark
Kommentar/Comment:        [Kommentieren] [Translation-Service] GB 098
Diese alten Einwohner-Verzeichnisse haben nicht nur für die reine Familienforschung (Suche nach Vorfahren) eine große Bedeutung. In dieser nach Straßen und Hausnummern sortierten Form sind sie gerade für Heimatforscher ein wichtiges Hilfsmittel. Erst durch den damit erzeugten Kontext der Wohnorte werden Nachbarschaften von Menschen bzw. Firmen aufgezeigt. Abfragbare Genealogie-Datenbanken können das nicht leisten. Und das gilt auch für die Kreisstadt Friedeberg in der Neumark:

Auch für die Dörfer bei Friedeberg soll demnächst ein solches Einwohner-Verzeichnis präsentiert werden. Hinweise zur Verbesserung dieser Verzeichnisse sind stets willkommen.
--
khd.
[Editor–02.07.2010:    Da diese PDF-Verzeichnisse sofort von u. a. Google und Yahoo im Volltext indiziert werden, kann mit diesen Suchmaschinen sogar nach Kontexten geforscht werden. Dabei empfiehlt es sich eventuell, den Suchbegriffen source:khd-research hinzuzfügen. -- khd]
[Editor–04.07.2010:    Auf der neuen Seite „Neumark — Einwohner-Verzeichnisse“ kann nun nachgesehen werde, von welchen Orten (Städte und Dörfer) es hier bereits alte Einwohner- Verzeichnisse gibt. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Klaus
(bekannt)
4. Juli 2010 um 18.47 Uhr
Einwohner von Zatten gesucht
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 099
Hallo, das ist aber eine feine Sache: Diese Einwohner-Listen im PDF-Format.
Kommt auch noch eine von Zatten?
MfG Klaus
[Editor–08.07.2010:    Ja, Zatten ist nun in die neueste Edition der Neuwedell-Umgebung aufgenommen worden. Die Dörfer Alt-Hütte, Göhren, Hagelfelde und Syringe sind hingegen ab der 33. Ed: in der Woldenberg-Umgebung zu finden. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
13. Juli 2010 um 12.38 Uhr
Neues vom Lager Woldenberg
(Zeitzeugen-Bericht)
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 100
Durch die im Forum dokumentierten beiden Briefen haben wir 2008 erstmals erfahren, daß die Sowjets das Lager Woldenberg (OfLag II C) ab Frühjahr 1945 als Kriegsgefangenenlager für Deutsche nutzten. Viele Soldaten und Volkssturm-Männer wurden hier im Sommer 1945 monatelang gefangengehalten. Die Arbeitsfähigen wurden von hier in Arbeitslager der UdSSR – vor allem nach Sibirien – verlegt.

      Holzbrandbild von G. Schmidt, 1945
^   Unendliche Sehnsucht nach der Freiheit – Kunst, die 1945 mit Hilfe des Sonnenlichts im russischen Lager Woldenberg entstand.   (Foto: 2010 – wolfalb)
Über das Leben in diesem russischen Lager war bislang fast nichts bekannt. Vom nunmehr fast 82-jährigen Wolfgang Albrecht (Jahrgang 1928) erreichte mich jetzt ein interessanter
Zeitzeugen-Bericht über seine Woldenberger Lagerzeit im Sommer 1945, der hier erstmals veröffentlicht wird.

Wolfgang Albrecht geriet als 16-Jähriger am 18. April 1945 in der Gegend der Seelower Höhen (westlich der Oder) in russische Gefangenschaft. Von dort mußten die Gefangenen über Küstrin und Landsberg bis nach Woldenberg laufen. Und dort begann dann im Lager der ewige Hunger und die Sehnsucht nach Freiheit . . .


Name:
E-Mail:
Datum:
Ursula Vierus
Ursula.Vierus (at) t-online.de
15. Juli 2010 um 19.35 + 19.57 Uhr
Wer kennt die
Familie Vierus?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 101
Wir waren 2004 in Bren [früher: Bernsee, das nördlich von Woldenberg lag]. Herrlich dieses Land. Meine Schwiegereltern lebten mit ihren 6 Söhnen in Woldenberg: Franz, Paul, Otto, Heinz, Arthur, Erhard. Leider konnten wir nicht die Gräber finden.

Kenne alles aus Erzählungen meines Mannes [Erhard], der leider nach sehr schwerer Krankheit verstorben war. Es war mir alles so vertraut, als wäre ich immer dort gewesen. Lese ständig auf den Seiten und bin dankbar dafür. Würde mich freuen wenn ich von Ihnen hören würde.
[Editor–20.07.2010+02.08.2010:    Da nun schon für über 250 Ortschaften der früheren Landkreise Arnswalde und Friedeberg die Einwohner- Verzeichnisse von 1924 im leicht absuchbaren PDF-Format zur Verfügung stehen, lohnen sich Familiennamen- Recherchen. Der nicht so häufige Name VIERUS taucht dort 1924 gleich 16 Mal auf:
  Name   Vorname   Beruf        Ort           Straße            Kreis         Stand
  ------ -------   ----------   --------      ---------         -----         -----
• VIERUS Anna      Aufwärterin  Friedeberg    Fürstenstraße 20  Friedeberg/Nm 1924
• VIERUS August    Invalide     Dragebruch                      Friedeberg/Nm 1924
• VIERUS Auguste   Witwe        Friedeberg    Wiesen            Friedeberg/Nm 1924 
• VIERUS Berta     Witwe        Hammer                          Friedeberg/Nm 1924 
• VIERUS Emil      Maurer       Driesen       Neu-Ulmerstr. 4a  Friedeberg/Nm 1924
• VIERUS Ferdinand Leibgedinger Driesen       Kietzerstraße 5   Friedeberg/Nm 1924
• VIERUS Franz     Ackerbürger  Driesen       Kietzerstraße 5   Friedeberg/Nm 1924
• VIERUS Franz     Eigentümer   Friedeberg    Wiesen            Friedeberg/Nm 1924 
• VIERUS Fritz     Landwirt     Neu-Ulm                         Friedeberg/Nm 1924 
• VIERUS Georg     Arbeiter     Dragebruch                      Friedeberg/Nm 1924 
• VIERUS Gertrud                Driesen       Neuer Markt 7     Friedeberg/Nm 1924
• VIERUS Martha    Ehefrau      Friedeberg    Wiesen            Friedeberg/Nm 1924 
• VIERUS Otto      Eigentümer   Bernsee       Klosterfelderstr.  Arnswalde/Nm 1924 
• VIERUS Paul      Arbeiter     Driesen       Wasserstraße 5    Friedeberg/Nm 1924
• VIERUS Richard   Müller       Erbenswunsch                    Friedeberg/Nm 1924 
• VIERUS Wilhelm   Zimmerer     Schüttenburg                    Friedeberg/Nm 1924
Natürlich müssen noch andere familiäre Zusammenhänge bekannt sein, um dieses Suchergebnis richtig interpretieren zu können. -- khd] [mehr]

Name:
E-Mail:
Datum:
Angela Palm
angela.palm (at) web.de
25. Juli 2010 um 14.30 Uhr
Wer kennt die
Familie Vierus?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 102
Hallo Frau Vierus,

mein Vater, Erwin Müller (geb. 1931), ist mit "Erhard Vierus" in eine Klasse gegangen. Er erinnerte sich an einen sehr stillen, zurückhaltenden Mitschüler. Mein Vater meint, dass Erhard aus Gramsfelde kam.

Mit freundlichen Grüßen
Angela Palm
[mehr]

Name:
E-Mail:
Datum:
Silke Lüders, geb. Meyer
lueders.gsc (at) freenet.de
31. Juli 2010 um 8.09 Uhr
Sammellager Woldenberg
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 103
Mein Vater [Johannes Meyer] war 1945 auch kurz im Lager Woldenberg. Er kommt aus Hitzdorf, Kreis Arnswalde. Dort wurden am 16.2.1945 die meistens Männer von den Russen verschleppt. Die übrige Bevölkerung wurde um den 22.2.1945 herum evakuiert, weil Hitzdorf zum Kampfgebiet erklärt wurde. Für die meisten ging es nach Reierort oder Regenthin. Von dort wurde mein Vater gemeinsam mit mehreren anderen nach Woldenberg verschleppt. Die Gruppe bestand aus ca. 40 bis 50 männlichen Personen unterschiedlichen Alters.

Das Lager wurde als Sammelplatz für die bevorstehenden Transporte nach Russland genutzt. Mein Vater wurde jedoch durch einen glücklichen Umstand bereits am Eingang aussortiert und kam auf ein Gut nahe Regenthin, um dort einen Viehtreck nach Russland vorzubereiten und zu begleiten. Er konnte später aus Litauen fliehen, so blieb ihm Russland erspart.

Für Interessierte gibt es einen
ausführlichen Bericht auf der Homepage hitzdorf-kreis-arnswalde.de   [Site-map].
[Editor–02.08.2010:    Das bestätigt einmal mehr, daß die Sowjets das Lager Woldenberg 1945 hauptsächlich als Sammel-Lager für die Abtransporte deutscher Gefangener in die UdSSR nutzten, zumal Woldenberg über einen Eisenbahn-Anschluß (Strecke: Stettin — Kreuz — Posen) verfügte. Interessant wäre nun ein Zeitzeugen-Bericht über einen solchen Transport von Woldenberg in die Weiten Rußlands (Sibirien?). Das sollte es wohl geben. Nur, wo ist das zu finden? Vielleicht kann auch hier jemand weiterhelfen. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Gerd Dammann
dammanngerd (at) arcor.de
31. Juli 2010 um 15.22 Uhr
Der Steinbuscher Käse
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 104
Zum Thema „Steinbuscher Käse“: Hier im Norden gibt es Sky-Supermärkte, die zum Coop-Konzern in Schleswig-Holstein gehören. In zumindest einem links der Elbe (Himmelpforten, Kreis Stade) gibt es den Steinbuscher Käse zu kaufen. Sehr lecker, aber auch sehr stark duftend!

Gruß Gerd Dammann

Name:
E-Mail:
Datum:
Ursula Vierus
Ursula.Vierus (at) t-online.de
11. August 2010 um 19.07 Uhr
Wer kennt die
Familie Vierus?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 105
Hallo Frau Angela Palm,

Danke für
Ihre Mail. Mein Mann [Erhard Vierus, Jg. 1931] ist in Bernsee geboren. Die Eltern Arthur und Frieda 1939, 1940 verstorben. Der Vater tödlich verunglückt: Mit Pferd und Wagen. Die Dorfbewohner müssten davon wissen.

Ich wüsste gern in welchem Ort die Schule war. Ich weiß, dass die Mutter meinen Erhard mit dem Fahrad zur Schule gebracht hat. Er hat nach dem Tod seiner Eltern mit seinem Grossvater Otto Salomon in dem Bauernhaus gelebt. Nachbarn waren Wagner, Weber, Prochnow, Krüger, Wendt u.s.w. Es muss also Woldenberg sein.

Vielleicht ist es mir vergönnt, noch einmal dort hin zu kommen. Ich könnte meinem Mann eine Hand voll Heimaterde mitbringen und auf sein Grab streuen. Was ihm sicher gefreut hat. Würde mich freuen: Hoffentlich kann ihr Herr Vater noch etwas in Erfahrung bringen. Dank im voraus.

Ihre Frau Vierus
[Editor der Woldenberg-Seiten – 12.08.2010:    Hm, diese Namen der Nachbarn deuten eher auf Bernsee hin. Denn bis auf den Namen „Wagner“ (es gab aber dort in Bernsee einen „Hermann Wangerin“) tauchen alle im Bernsee-Adreßbuch von 1924 (ab Seite 9 in der 42. Ed.) auf – auch der Name Salomon. Zudem muß es in Bernsee eine Dorfschule gegeben haben, denn 1924 lebten in dem Dorf 3 Lehrer (Andersson, Eggert, Schma) und 1 Lehrerin (Tank).

Zu bedenken ist auch, daß die Straßenentfernung Bernsee — Woldenberg (Schule am Markt) rund 12 km betrug. Vermutlich ist Erhard Vierus erst als er älter war in die Woldenberger Schule gegangen, woran sich der Vater von Frau Palm (Erwin Müller, Jg. 1931) 2009 erinnerte. -- khd] [mehr]

Name:
E-Mail:
Datum:
Ursula Vierus
Ursula.Vierus (at) t-online.de
13. August 2010 um 20.47 Uhr
Wer kennt die
Familie Vierus?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 106
Danke für die Ausführung, Frau Angela Palm [Editor: nein, diese Anmerkung kam vom Herausgeber „khd“ dieser Woldenberg-Seiten].

Mein Mann ist auch 1931 geboren. Der Lehrer war Herr Osterhagen. Leider werde ich auch nicht weiter kommen mit meiner Sucherei.

Viele Grüsse aus Düsseldorf
[Editor–14.08.2010:    Herr Osterhagen (Hermann Osterhagen) war nun eindeutig ein Lehrer an der Woldenberger Volksschule am Markt, der in Woldenberg am Kastanienplatz wohnte. Es bleibt also die Frage, wie das Kind Erhard Vierus nach dem Tod seiner Eltern (1939/40) täglich von Bernsee nach Woldenberg (12 km) und zurück kam. -- khd] [mehr]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Admin + Editor)
(Anklicken!)
19. August 2010 um 0.16 Uhr
Ausfall des gesamten
Web-Services
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 107
Sie werden es sicher schon bemerkt haben. Leider ist derzeit keine Webseite mehr abrufbar. Sie erhalten eine Fehler-Meldung (404-Fehler).

Am Sonntag, den 15. August 2010 fielen meine gesamten Web-Services durch einen Server-Crash beim Web-Hoster Canaca (Toronto) total aus. Nach einem inzwischen erfolgten Server-Wechsel war aber bislang ein Restore aller Webseiten durch den Hoster nicht möglich. Denn Canaca sagt, daß er das Backup nicht findet. Ich habe sie zwar zum nochmaligen Suchen geschickt, aber...

Es wird nun einige Zeit dauern, bis alles, was in über 6 Jahren zusammengestellt worden war, wieder online sein wird. Ich selbst habe natürlich Backups aller Webseiten und Bilder. Dennoch ist es (technisch) nicht möglich, alles aus der Ferne kurzfristig zu restaurieren. Einen Anfang habe ich mit diesem Woldenberg/Neumark-Forum gemacht, zumal daran ein großes Lese-Interesse besteht. Weiteres wird folgen. Gerne nehme ich auch Ihre Wünsche per E-Mail (siehe oben) entgegen.

Weitere Informationen zum Server-Ausfall finden Sie auf meiner „
Persönlichen Homepage“ [Ed: inzwischen im Archiv] in den USA – bei einem anderen Web-Hoster.
--
khd.
[Editor–22.08.2010:    Bis Sonntag abend ist es gelungen, die gesamte Woldenberg/Neumark-Präsentation wiederherzustellen. Das heißt, alle ursprünglich vorhandenen Seiten sollten mit der Bebilderung wieder abrufbar sein. Anderes wird demnächst folgen. Insofern werden einige (lokale) Links noch nicht funktionieren, beispielsweise zu den Ostpreußen-Karten. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Zentralrat der Deutschen
(bekannt)
2. September 2010 um 15.03 Uhr
Üble Hetze von Rechts
— Sofort gelöscht
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 108
[Editor/Moderator–02.09.2010:    Das ist überhaupt das erste Mal, daß ein solcher Hetz-Text hier gepostet wurde. Es gibt zwar reichlich sachfremden Spam. Da dieser aber automatisiert aufgegeben wird, kann das bereits bei der Eingabe des Textes von vornherein erfolgreich abgewiesen werden. Dafür sorgt eine pfiffige eigene Programmierung des Forum-to-Mail- Gateways. Nur von Menschen tatsächlich ins Forum-Formular eingetippte Texte erreichen den Moderator. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Ursula Vierus
Ursula.Vierus (at) t-online.de
4. September 2010 um 16.21 Uhr
Wer kennt die
Familie Vierus?
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 109
Zur Frage: Wie kam das Kind Erhard Vierus zur Schule? Da waren doch 5 Brüder! Nach dem Tod der Eltern zog Großvater Salomon ins Haus des verhaßten Schwiegersohns [in Bernsee] ein.

Er versorgte die Kinder. so gut es ging. Wenn er kochte, oh Graus! Es gab meist ‚Brennabor‘. Es qualmte wenn die Tür aufflog. In der Tür stand er. „Zu Tisch bitte.“ Da saßen nun die 6 um den Tisch herum. Großvater fragte: „Schmeckt’s?“ Hmm – da war doch noch was. Na klar, der Kleine war’s. Und schon zischte der Riemen. Am nächsten Tag sah man noch die Striemen.

„Meine Pfeife ist weg, ich muß nun priemen.“ Die Brüder blickten stumm, keiner rührte sich, kümmerte sich drum. Die Zeit verging, sie wurden älter, fingen an zu murren. Der Alte meinte, es wird Zeit, der Kleine [Erhard Vierus] muß weg. Da war doch doch diese Molkerei, Sarnow (?). Da kam er hin. Aber nicht für lange.

Der Krieg war im Gange. Die Russen kamen immer näher. „Wir müssen flüchten“, meinte er. Geh’n wir mal rüber zu Gottlieb Wagner, was der meint. Flüchten war die Antwort. Durch den tiefen Schnee, bis zur Kiesgrube. Da waren schon deutsche Soldaten. Geht zurück schrien sie. Was wir auch taten. Der erste Russe, hatte ihn, den Verhassten. Hände hoch stand er an der Scheune. Er tat ihm nichts, wollte nur was Leckeres vom Schwein.

Wir mußten Woldenberg verlassen, per Zug, wie auch viele Bilder zeigen. Die Brüder in alle Himmelsrichtungen verstreut. G. Wagner lebte in der DDR, in Altenhof. Wer kennt das Dienstmädchen, welches bei Vierus lebte, ein Kind bekam???


Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Admin)
(siehe E-Mail Page)
7. September 2010 um 7.09 Uhr
Aktueller Hinweis
zum Posten
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 110
Am letzten Wochenende wurde mein gesamter (rekonstruierter) Service vom Web-Hoster auf einen besseren, zuverlässigeren Server ‚umgeschwebt‘. Leider hatte das zur Folge, daß nun das Posten über das Formular gestört ist. Die Nutzer erhielten eine total falsche Fehler-Meldung (wurden als SPAMer beschimpft!), und die Aufgabe des Textes (und Fotos) mißlang.

* Bitte geben Sie deshalb Ihre Beiträge bis auf weiteres (bei eingeschaltetem JavaScript) als (hier einfach draufklicken) auf, damit da nichts verlorengeht.

Danke! -- khd
[Editor–10.09.2010:    Da das ‚Heilen‘ dieser Störung nun wohl doch einige Zeit dauern wird, habe ich das Eingabe-Formular vorerst vom Netz genommen. -- khd]
 
  AKTUELL:  Die Eingabe-Seite des Forums ist wieder erreichbar und kann zum Posten von Mitteilungen und Fragen genutzt werden. Das Problem ist hoffentlich überwunden.

The guestbook’s entry page is usable for postings again.

khd – 15.10.2010
 
[Editor–05.10. + 10.10.2010:    Den ganzen September über haben mich die Folgen des Server-Crashes vom 15. August (mit 3 sich anschließenden Server-Wechseln) in Atem gehalten. Daher bin ich leider noch nicht dazugekommen, die normale Eingabeseite für das Forum wieder funktionsfähig zu machen. Dazu ist ein Umprogrammieren meines eigenen Mail-Gateway- Programms (verbunden mit einiger Testerei) notwendig. Ich will mich aber zunächst um die Umorganisationen kümmern, die zur neuen, eigenständigen Domain „woldenberg-neumark.eu“ führen werden.

Aber über den oben angegeben Link „Posting per E-Mail“ können Sie weiterhin Ihre Texte posten. Sie kommen an, da sie einen anderen Weg nehmen. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Wolfgang Bredereck
bredwolf (at) crystalkingdom.com.au
11. September 2010 um 05:24 Uhr
Eine Woldenbergerin
in Australien
Kommentar/Comment:        [Kommentieren] [Translation-Service] GB 111
Hi, I recently came across the attached article [Ed: stattdessen hier ein Link zum Artikel „Deutschsprachige in Australien – Charles Rasp“], which shows an early connection between Woldenberg and Australia.

Regards,
Wolfgang Bredereck, Australia
[Editor–12.09.2010:    Das ist in vieler Hinsicht eine interessante Geschichte, die sich im 19. Jahrhundert zutrug. Berichtet wird – in Deutsch – über einen mysteriösen Charles Rasp, der 1870 aus dem deutsch-französischen Krieg flüchtete und nach Australien auswanderte. Am 22. Juli 1886 heiratete er dort Agnes Maria Louise Klevesahl, die im Jahre 1882 auf der Wodan aus Hamburg in Adelaide angekommen war.

Sie war die Tochter eines Grobschmiedes aus dem preußischen Woldenberg. Agnes aus Woldenberg starb 1936 als verwitwete Gräfin von Zedtwitz im Alter von 79 Jahren kinderlos in Australien. Nach dem Tod von Charles Rasp (1907) hatte sie 1914 den Grafen von Zedtwitz in London geheiratet, mit dem sie von 1914 bis 1918 in Berlin lebte. Nach seinem Tod ging sie nach Australien zurück.

Warum bislang dieser ‚Stoff‘ zu den Themen Kriegs-Irrsinn, Auswanderung und sozialer Aufstieg nicht verfilmt wurde, bleibt unklar – oder ist er? Er hätte es wohl verdient. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Gerda Matzke
gerda.matzke (at) t-online.de
5. Oktober 2010 um 23.11 Uhr
Erinnerungen an
Krügergrund
Kommentar/Comment:        [Kommentieren] [Krügergrund-Seite] GB 112
Erinnerungen an Krügergrund


 (Verfasser unbekannt)


Wer kennt das Dörfchen Krügergrund
im Friedeberger Kreis?
Wer’s hören will, dem tu’ ich kund,
was ich darüber weiß.
Geht man von Woldenberg nach Süd’
an anderthalbe Stund’,
dann rechts, links vor sich Wald man sieht,
doch wo bleibt Krügergrund?

Gemach! Noch hundert Schritte kaum,
so liegt’s vor dir am Waldessaum.
In Grün gekleidet ganz und gar
stellt sich das Dorf dem Fremden dar.
Sieh nur den grünen Mantel an,
den es für immer umgetan!

Und kommt heran die Sommerszeit,
dann ist auch grün das Unterkleid.
Denn Garten reiht an Garten sich;
da grünt und blüht es wonniglich.
Hochragend steht hier Baum an Baum,
man sieht die wen’gen Häuser kaum.

Die einz’ge Straße läßt Dich wandern
von einem Ende bis zum andern.
Geht auf die Straße, dann ist Ruh’!
Rief Sonntags uns die Mutter zu,
wenn wir ihr Mittagsnickerchen störten;
wie gerne dieses Wort wir hörten!

Noch andere Knaben fanden sich
hier draußen ein ganz sicherlich.
Wenn acht, sechs oder mind’stens vier
da waren, spielten „Tründel“ wir.
’Ne Scheibe Holz in Kreisgestalt
ist immer hergerichtet bald.

Wuchtig geschleudert, rollt mit Schnelle
sie zu der Gegengruppe Stelle,
wo nun mit Knüppel oder Fuß
sie aufgehalten werden muß.
Mißlingt’s, dann heißt’s: Zurückverfügt
bis dahin, wo die Tründel liegt.

So wogt die Schlacht wohl hin und her
und spornt den Eifer immer mehr.
Das Spiel, beliebt und auch gesund,
schien nur bekannt in Krügergrund.
Hab’ nirgends sonst es wahrgenommen
und bin doch viel umhergekommen.

Blaubeeren

Nun unser Wald! So beerenreich,
daß kaum ein and’rer kommt ihm gleich.
Im Sommer zu der Besingszeit
sieht man allda mit Emsigkeit
viel tausend Hände Beeren pflücken
zum Selbstverbrauch und zum Verschicken.

Unmengen werden Nacht für Nacht
von Händlern nach Berlin gebracht.
So blühte meine Kinderzeit,
nun liegt sie fern, nun liegt sie weit!
Gepriesen sei mit Herz und Mund
sie und ihr Schauplatz Krügergrund!

        Lage von Krügergrund
[Editor–15.11.2010:    Für alle die, die nicht (mehr) so genau wissen, wo denn dieses kleine Dorf Krügergrund bei Woldenberg ganz genau lag, gibt es hier noch eine kleine Planskizze. Sorry, ich hatte das bei der Erstpublikation vergessen. Krügergrund lag weiter von Woldenberg weg als Lauchstädt oder Rohrsdorf. [
Fotos von um 1940]

Der Ort heißt heute polnisch „Slawica“, falls Sie ihn auf einer aktuellen Straßenkarte suchen sollten. Es leben dort also noch Menschen. Ob das Dorf im Grünen gewachsen ist, ist (mir) aber nicht bekannt. Slawica gehört heute zur Großgemeinde Dobiegniew (Woldenberg).

Die Frage ist, was passiert heute mit den vielen wohlschmeckenden Wald-Blaubeeren? In Berlin kommen sie jedenfalls nicht mehr an. Da gibt es nur diesen gezüchteten Heidelbeer-Murks. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Admin)
(siehe E-Mail Page)
12. Oktober 2010 um 5.55 Uhr
Neue Domain für
Woldenberg/Nm.
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 113
 
  Schon mal merkenFor Bookmarking:

Der Link zum aktuellen Woldenberg/Dobiegniew- Forum bzw. -Gästebuch wird sein: „forum.woldenberg-neumark.eu“.

The URL for the current guestbook of the Woldenberg/Neumark presentation will be: http://forum.woldenberg-neumark.eu/.

khd – 13.10.2010
 
Es ist endlich soweit! Nach fast 10 Jahren war es nun angesagt, der Woldenberg/ Dobiegniew- Präsentation eine eigene Domain zu spendieren: „
woldenberg-neumark.eu“. Dieses ist einprägsamer und läßt sich auch leichter weitersagen. Das „eu“ steht für „Europäische Union“, denn Woldenberg und Dobiegniew sind seit 2004 in der EU friedlich vereint.

The URL of the Internet presentation of the former German town Woldenberg/Neumark has changed to http://www.woldenberg-neumark.eu/.

Unter der neuen Domain soll noch etwas mehr über andere Städte der früheren Neumark in Wort und Bild berichtet werden. Vorgesehen sind dabei zunächst die Städte in der weiteren Umgebung von Woldenberg wie Arnswalde, Driesen, Friedeberg, Landsberg, Neuwedell und auch Stettin.

In der neuen Umgebung könnten noch einige Links (Verweise) fehlerhaft sein. Bitte teilen Sie mir daher alle Ihnen aufgefallenen Fehler mit, damit das umgehend korrigiert werden kann. Danke!
--
khd

P.S.: Bitte beachten Sie auch den noch immer aktuellen Hinweis zum Posten ins Forum/Gästebuch [Ed-15.11.2010: seit dem 15. Oktober funktioniert das Posten via Eingabe-Formular wieder einwandfrei].
[Editor–20.11.2010:    Unter der neuen Domain hat nun die Woldenberg– Neumark– Dobiegniew– Präsentation auch eine ordentliche Site-map, also ein sortiertes Inhaltsverzeichnis erhalten. Schauen Sie doch mal rein, zumal es dort auch einige Erklärungen gibt. Solche Site-maps dienen Robotern (‚scrawler‘) der Suchmaschinen, um alles Wichtige einer Site zu erfassen. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Herausgeber)
(siehe E-Mail Page)
14. Oktober 2010 um 00.00 Uhr
Die Web-Präsentation
in Zahlen
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 114
      Woldenberg -- 314. Ed.
Anläßlich der abgeschlossenen Umstellung auf die neue Domain „
www.woldenberg-neumark.eu“ wird es mal wieder Zeit, einige Zahlen zu nennen, denn die Woldenberg/Dobiegniew- Präsentation ist in den letzten Monaten wieder etwas gewachsen und ist damit noch einzigartiger im Internet geworden:

Das gesamte Projekt weist jetzt ein Volumen von rund 152 Megabyte auf. Auf 80 Webseiten, wovon 40 reine Galerie-Seiten sind, wird in Wort und vor allem Bild über das frühere Woldenberg und das heutige Dobiegniew sowie über die weitere Umgebung (frühere Neumark und Pommern) berichtet. Insgesamt sind bislang 548 alte und neue Fotos und 59 alte Karten und Pläne sowie 14 PDF-Dokumente (u. a. 9 Einwohner-Verzeichnisse) und 6 kleine Poster (zum Rahmen) publiziert worden.

Die neue Woldenberg/Dobiegniew-Leitseite (gibt’s seit dem 10. Oktober 2010) wurde mit einer völlig neueingerichteten, vertikalen Navigierleiste ausgestattet. Darin lassen sich Links (Verweise) zu interessanten Seiten übersichtlicher angeben.
[Editor–02.11.2010:    Übrigens, es gibt nun – hin und wieder – eine aktuelle Nutzungs-Statistik. Interessierte finden das auf der Seite „Top_Requests_wbg.html“ (wbg = Woldenberg). Dort sind auch die bei Suchmaschinen am häufigsten verwendeten Suchbegriffe notiert. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Ellanor Phillips (USA)
(known / bekannt)
22. Oktober 2010 um 20.31 Uhr
Familien Deetz, Drewelow,
Krug und Thom gesucht
Kommentar/Comment:        [Kommentieren] [Translation-Service] GB 115
My family is from the Woldenberg, Geilenfelde, Pehlitz, and the Martin Luther Church in Village Wugarten. The family names are DEETZ, DREWELOW, KRUG, and TOHM [Ed: hm, probably this name should read “THOM”].

I’m going to spend more time translating the German to English and reading the data you have on your web site. Hope to see a listing of the families living in this area in the 1800’s, maybe one of the names will be in my family.

Ellanor
[Editor–23.10.2010:    I’ve done a quick search for those family names in the inhabitants directories of Woldenberg (1) and the nearby villages (2) as of 1924/25. Probably the spelling of the name “TOHM” should read “THOM”, because I’ve found:
  Family  First    Location      Living     Found 
  Name    Name                   there in   on Page
  ------  -------  -----------   --------   --------------
• DEETZ   Berta    Marienwalde   1924       32 of doc (2)
• DEETZ   Hermann  Woldenberg    1925       16 of doc (1)
• DEETZ   Julius   Woldenberg    1925       16 of doc (1)
• THOM    Alfred   Woldenberg    1925       25 of doc (1)
• THOM    Eduard   Marienwalde   1924       36 of doc (2)
• THOM    Otto     Jägersburg    1924       24 of doc (2)
• THOM    Otto     Marienwalde   1924       36 of doc (2)
• THOM    Wilhelm  Wugarten      1924       56 of doc (2)
Hope this helps. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (Editor)
(siehe E-Mail Page)
8. November 2010 um 20.00 Uhr
Cover für eine
Woldenberg-CD
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 116
      Wbg-Nm_CD-Cover (2x)
Zur Weitergabe der aktuellen Woldenberg/Dobiegniew- Präsentation auf einer Daten-CD (CD-ROM) in der Familie (haben kein Internet) entstand jetzt auch ein CD-Cover. Diese grafische Vorabeit kann auch für andere, die sich vieles auf CD-ROM archiviert haben, nützlich sein. Deshalb stelle ich die
Druckvorlage des Covers als PDF-Datei (124 kByte) ins Netz.

Beim Drucken der Vorlage ist zu beachten, daß der Druck 1:1 erfolgt, also das Ergebnis nicht verkleinert wird. Nur dann werden die fürs Einschieben in eine handelsübliche CD-Hülle erforderlichen Maße von 125 x 120 mm eingehalten.
--
khd
[Editor–16.11.2010:    Im Rahmen dieses CD-Projekts entstand auch eine mehr grafisch orientierte Entree-Seite. Diese alternative Startseite ist nun für alle nutzbar. Vielleicht ist diese Seite für Ältere, die vor allem an den Fotos interessiert sind, der bessere Einstieg ins „Virtuelle Woldenberg“. -- khd]
[Editor–25.11.2010:    Hier kommt noch eine Hilfe für alle die, die sich nach dem Betrachten einer Seite, diese (mit allen Inhalten) auf der Festplatte ihres PCs sichern. Damit die so runtergeladenen Dateien im richtigen Gesamt-Kontext abgelegt werden können, gibt es nun ein kleines Zip-Archiv „STRUKTUR___WBG.zip“, in dem die gesamte Ordner-Struktur der Internet-Domain „woldenberg-neumark.eu“ enthalten ist.

Im Ordner (Verzeichnis) „WBG“ im Zip-Archiv befinden sich leere Ordner zum Einsortieren der Dateien. In den Unter-Ordnern „Ads“ und „Icons“ sind bereits alle derzeit zugehörigen ‚Kleinigkeiten‘ enthalten, so daß diese nicht mehr runtergeladen werden müssen. Die ausführliche „Site-map“ (Inhaltsverzeichnis) kann meist Auskunft darüber geben, in welchen Unter-Ordnern eine Web-Seite abzulegen ist.

Nach dem Extrahieren (Auspacken) des Zip-Archivs empfiehlt es sich, den Haupt-Ordner „WBG“ zum Beispiel in „Woldenberg-Neumark“ umzubenennen. Weitere Bestandteile der Präsentation können dann nach Einzel- Download nach und nach zugefügt werden. -- khd]
[Editor–01.12.2010:    Um die Ordner-Struktur der Präsentation zu verdeutlichen, wurde jetzt noch eine Seite mit einer grafischen Darstellung des „Directory Tree“ (Ordner-Baum) hinzugefügt. Beachten Sie aber, daß die dort angegebenen Ordner noch nicht alle verwendet werden (Fußnote 2 zu den Galerien). -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Marja S. (Polen)
Kam per SMS
16. November 2010 um 18.31 Uhr
Dank & Versöhnung
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 117
Danke für die feinen Seiten zur Neumark.
It's about time for reconciliation [Ed: Versöhnung].

Greetings Marja from Poland

Name:
E-Mail:
Datum:
Angela Palm
angela.palm (at) web.de
19. November 2010 (angefunden)
Erinnerungen von
Erwin Müller (*1931)
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 118
Heute haben mein Vater [Erwin Müller (Jg. 1931)] und ich mal wieder über seine Kindheit in Woldenberg gesprochen. Leider kann ich ihn nicht dazu bewegen, seine Erinnerungen aufzuzeichnen. So sitze ich dann mit Block und Stift bewaffnet neben ihm und notiere seine Kindheitserlebnisse. Leider ist er ein eher wortkarger Mensch, der sich nur zu präzisen Fragen äußert. Folgendes habe ich heute von ihm erfahren:

An das Geschäft „
Rosenberg“ konnte er sich nicht mehr erinnern, immerhin war er 1939 gerade einmal 8 Jahre alt. Auch der Name „Kiwi“ sagte ihm nichts. Wohl aber kannte er einen Fischereimeister „Rosengarten“, der von allen Leuten „Plötzen-Päule“ genannt wurde.

Paul Rosengarten hatte einen schweren Sprachfehler. Sein Lieblingssatz – unter Stammeln den Anglern am Fließ gegenüber geäußert – war: „Plötze und Barsche wieder reinschmeißen!“ Damit sorgte er dafür, dass diese Edelfische ihm als Fischer nicht verloren gingen. Mein Vater durfte ihm 1944 ein bisschen bei der Arbeit helfen: Er ruderte das Boot zu den Stellnetzen im See und kontrollierte sie. Paul Rosengarten war damals aber auch schon kaum noch körperlich in der Lage dazu.

Sein Sohn (Vorname nicht bekannt [Ed: vermutlich Heinz oder Willy]) war sogar Kreisfischereimeister im Bezirk Friedeberg. Die Rosengarten-Villa [Am Niedertor 6] wurde von den Russen 1945 zerstört, und mit dem Bauschutt wurde eine Furt in Höhe der Neuen Straße (kurz vor der Fußgängerholzbrücke) über das Fließ gebaut. Ob Paul Rosengarten in dieser Villa wohnte, wusste mein Vater nicht.

In Woldenberg gab es auch einen Kindergarten, der sich an der Richtstraße in der Nähe der Brauhausstraße befand. Die Erzieherinnen wurden von den Kindern „Tante Erna“ und „Tante Anna“ genannt. Mein Vater war zwar kein Kindergartenkind, doch war er immer wieder einmal dort.

Ich möchte Ihnen auf diesem Wege noch eine verbale „Skizze“ vom Marktplatz geben: Mit Blick [von der Richtstraße] auf die Kirche befand sich linker Hand von ‚unten nach oben‘, also sich der Kirche nähernd: Sparkasse, Gaststätte (Ratsstuben? [Ed: Linden-Café]), Rathaus, unbekanntes Gebäude, Apotheke. Rechter Hand: Schuhgeschäft „Joseph“, Tankstelle, Jugendheim, -?-, -?-, Kolonialwarengeschäft „Hämpel oder Hempel“?

An der Richtstraße/Kurze Marktstraße mit Blick zur Kirche befand sich links ein Kolonialwarenladen „Händel“, rechts ein Geschäft namens „Wellnitz & Claus“, welches vermutlich Eisenwaren und Kfz-Zubehör verkaufte. Eine Reparaturwerkstatt „Claus“ befand sich ebenfalls in der Kurzen Marktstraße.

Ich selbst kann mich inzwischen (dank Ihrer Homepage) im ‚alten‘ Woldenberg fast mühelos orientieren, wenn es so noch existierte! Doch das neue Woldenberg (Dobiegniew) haben wir nie gesehen. Gerne würde mein Vater noch einmal seine Heimat sehen, aber in unserer Familie hat leider niemand einen Führerschein.

Mit freundlichen Grüßen
Angela Palm
[Editor–25.11.2010:    Es tut mir leid, aber diese Schilderung ging bereits vor gut 14 Monaten per E-Mail ein – am 19.9.2009 um 23.10 Uhr. Ich fand das erst jetzt im Spam-Ordner beim Aufräumen nach dem Server-Crash und der Umstellung auf die Domain „woldenberg-neumark.eu“. Aber immerhin sind diese Erinnerungen an Woldenberg nicht verlorengegangen. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Wolfganbg Albrecht
wolfalb (at) t-online.de
8. Dezember 2010 (per Brief)
Zeitzeugen-Berichte
sind wertvoll
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 119
Die Aufzeichnungen [Ed: gemeint ist diese Woldenberg-Präsentation im Internet] mit den Berichten früherer Bewohner spiegeln das Leben in der Stadt Woldenberg bis zum Kriegsende wieder.

Die Zeitzeugen sterben, aber aufgezeichnete Berichte haben großen Wert für spätere Generationen.

Mit herzlichen Grüßen
W. Albrecht (Jg. 1928)
[Autor des Lager-Berichts von 1945]

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
10. Dezember 2010 um 15.20 Uhr
Mini-Poster zum Rahmen
oder eine Faltkarte
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 120
Dieses Jahr gibt’s zum Advent eine Faltkarte mit der markanten Woldenberger Kirche, wie sie 2005 aussah (Foto von W. Bredereck). Auf der Rückseite ist das am Schluß fast schon prophetische Gedicht „Unsere Kirche“ abgedruckt, das der Woldenberger Zahnarzt und Heimatforscher Dr. Schenk zum 600-jährigen Kirchenjubiläum 1935 geschrieben hat. Das Gedicht wurde der Ausgabe der „Woldenberger Ostmärkische Zeitung“ vom 29. Juni 1935 entnommen.

Kirche + Gedicht (C)          
^   Kirche mit Gedicht in
zarter Schrift
  (Chancery).
Kirche + Gedicht (T)
^   Kirche mit Gedicht in
fetter Schrift
  (Textile).

Druckt man diese A4-Vorlage auf dünnem Karton (oder A4-Fotopapier), dann erhält man eine Faltkarte im Format DIN A5, die man innen noch beschreiben kann. Natürlich kann man es auch als Mini-Poster verwenden. Die beiden Varianten unterscheiden sich nur in der für das Gedicht verwendeten Schriftart.

Die Mini-Poster können durch Klicken auf die Motive heruntergeladen werden. Es handelt sich dabei um PDF-Dokumente, die layoutgetreu ausgedruckt werden können.
[Übersicht aller bislang publizierten Poster]

Einen schönen 3. Advent wünscht der Herausgeber
allen Lesern der Woldenberg/Dobiegniew-Seiten,
insbesondere auch den vielen Lesern in Polen.

[Editor–14.12.2010:    Auch das soll erwähnt werden, weil es anderen helfen kann: Mit dem CANON-Hochglanz-Fotopapier PP-101 (Photo Paper Plus Glossy, A4, 270 g/qm) habe ich jetzt ein sehr gutes Druckergebnis erzielt — und sogar mit einem HP-Color-Laserdrucker. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Marc Meyer
(bekannt)
11. Dezember 2010 um 00.12 Uhr
Alte Karten hilfreich
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 121
Ich bedanke mich für die alten Ostpreußenkarten von 1911. Sie haben mir sehr bei meiner Familienforschung geholfen. Ich fand sie übrigens über Euer Karten-Verzeichnis. Eine wirklich feine Seite macht Ihr da!

Gruß M.M.

Name:
E-Mail:
Datum:
Jana Gatzke
janar-g (at) web.de
21. Dezember 2010 um 16.48 Uhr
Hallo Klaus Günther!
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 122
Hallo Klaus Günther,
hier in Mecklenburg-Vorpommern leben wir Gatzkes. Mein Urgroßvater war Friedrich Gatzke aus Arnswalde, mein Großvater, Willi Gatzke, ist auch schon verstorben, dessen Frau Hildegard Gatzke, geb. Langner aus Kölzig-Brandsheide, lebt noch und mein Vater Horst Gatzke auch. Die beiden können sicher mehr berichten.

Schöne Weihnachten und vielleicht bis bald.

Name:
E-Mail:
Datum:
Karl-Heinz Dittberner (khd, Editor)
(siehe E-Mail Page)
22. Dezember 2010 um 00.00 Uhr MEZ/CET
Allen Lesern
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 000
Frohe Weihnachten 2010 !
Merry Christmas !

Bon Noël !

Boze Narodzenie !
Wünscht der Herausgeber
allen Lesern und Leserinnen
der Woldenberg/Dobiegniew-Seiten.
      Das Jahr 2010 war sehr erfolgreich. An allen Ecken und Enden konnte der Woldenberg-Auftritt im Internet prima vervollständigt werden. Der Dank geht an alle die, die dabei kräftig mitgeholfen haben. Vor allem die 2010 zugefügten Zeitzeugen-Berichte von 1945 runden das historische Bild ab. Zwei weitere – sehr interessante – Reports, die noch nie im Internet veröffentlicht worden sind, können für 2011 angekündigt werden. Bei einem ist sogar schon der ‚Grundstein‘ gelegt. -- khd


Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
31. Dezember 2010 um 01.14 Uhr MEZ/CET
Die Web-Präsentation
in Zahlen
Kommentar/Comment:        [Kommentieren]   GB 123
Auch wenn anläßlich der Server-Umstellung schon im Oktober eine Zwischenbilanz gezogen wurde, sollen zum Jahresende 2010 wieder einige Zahlen mitgeteilt werden, die den Fortschritt beschreiben:

Das gesamte Projekt weist jetzt ein Volumen von rund 182 Megabyte auf, was einen Zuwachs um 20 % seit Oktober 2010 darstellt. Auf 103 Webseiten (+23 Seiten seit Oktober 2010), wovon 48 reine Galerie-Seiten sind, wird in Wort und vor allem Bild über das frühere Woldenberg und das heutige Dobiegniew sowie über die weitere Umgebung (frühere Neumark und Pommern) berichtet.

Insgesamt sind bislang 585 alte und neue Fotos und 74 alte Karten und Pläne sowie 30 PDF-Dokumente (u. a. 9 Einwohner-Verzeichnisse und 14 Kochrezepte) und 8 kleine Poster (zum Rahmen) publiziert worden. Im gesamten Projekt sind beachtliche 13.757 Links angegeben. In den Gästebüchern (Forum) gibt es seit 2007 bislang insgesamt 123 Einträge. Schade, daß es nicht mehr geworden sind, wo es doch sicher nach reichlich Fragen zu klären gibt.
Nutzung der neuen Domain »woldenberg-neumark.eu«
^   Diese Grafik zeigt, daß das Angebot zu Woldenberg, Dobiegniew und der Neumark von der Internet-Gemeinde angenommen worden ist. Seit Einführung der einprägsamen Internet- Domain „http://www.woldenberg-neumark.eu/“ Mitte Oktober 2010 ist die mittlere Nutzung von Woche zu Woche gestiegen.

Am 1. Weihnachtstag 2010 wurde mit 4.484 Objerkt- Abrufen (1.360 kByte/d) der bisherige Tages-Höchststand erreicht. Natürlich wird sich dieser steigende Trend nicht ewig fortsetzen
[Ed: nur ‚Wirtschafts-Theologen‘ glauben an ein ständiges Wachstum (der Wirtschaft) – richtige Wissenschaftler nicht!] und sich demnächst bei einem Sättigungswert einpegeln . Dafür wird ein Wert von zwischen 800 und 1.000 kByte/d erwartet. [Grafik der Vorperiode]   (Grafik: siehe Inset – khd)


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