Woldenberg (Neumark)   —  Symposium in Dobiegniew 2013 – Teil 1 khd
Stand:  29.11.2014   (43. Ed.)  –  File: WBG/Symp/Wbg_Symposium_2013.html



Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

      Fließblick auf Woldenberg
Ein Leser des Woldenberg- Neumark- Portals mit polnischen Wurzeln, Herr Gregor Stach aus Berlin, kam im Sommer 2012 auf
die Idee, daß man sich einmal vor Ort in Dobiegniew — dem früheren Woldenberg — treffen müßte, um zu erzählen, sich zu erinnern, gemütlich zu plaudern und gemeinsam auf Woldenberger und polnische Art zu essen.

Daraus entwickelte sich in den Folgemonaten das kleine privatorganisierte Projekt „Symposium in Dobiegniew“, das nun im Juni 2013 im Schloßhotel Mehrenthin stattfinden soll. Mehrenthin gehört heute zur Großgemeinde Dobiegniew. Auch sollen vertraute Orte des früheren Woldenbergs aufgesucht werden.

1 Auf dieser Seite sind alle Informationen zu diesem Treffen der letzten Woldenberger Kinder und der Freunde Woldenbergs gesammelt. Beachten Sie auch das Programm des Treffens (PDF). In einem 2. und 3. Teil wird über das Symposium in Dobiegniew berichtet werden.


Im Internet ist diese Web-Seite zu finden unter:
http://www.woldenberg-neumark.eu/Symp/Wbg_Symposium_2013.html


I n h a l t : 

FORUM — 1. Mitteilung zum Symposium vom 30.11.2012



Name:
E-Mail:
Datum:
Gregor Stach
Nastach (at) t-online.de
30. Nov. 2012 um 15.51 Uhr
Symposium in Dobiegniew
(1. Mitteilung)
Kommentar/Comment:        [Im FORUM] [Translation-Service] GB 233
Liebe Woldenberger, liebe Freunde Woldenbergs!

Symposium 2013       Aus Beiträgen im Woldenberg-Forum geht hervor, die einstigen Woldenberger Flüchtlingskinder werden seit einigen Jahren achtzig Jahre alt, oder sie sind auf dem Wege dorthin. Da liegt es nahe, in Dobiegniew — dem früheren Woldenberg — noch einmal die vertrauten Orte ihrer Kindheit zu besuchen.

      Mit Unterstützung von Angehörigen könnten sie im nächsten Jahr in die kleine Stadt am Großen See fahren, um zusammen mit ihren Familien viele Orte der Vergangenheit wieder zu erleben.

      Lassen Sie uns Einzelwünsche sammeln und gemeinsam ein Treffen in der alten Heimat arrangieren. Da ich gute Kontakte zu Dobiegniew habe, bin ich gern bereit, eine solche Veranstaltung zu organisieren.

Woldenbergs Kinder werden 80



      Unter diesem Motto könnte ein Symposium zum Erinnern, auch an Flucht und Vertreibung von 1945, stattfinden. Es sollte aber kein Symposium im herkömmlichen Sinne werden. An gemeinsames Essen, Trinken und Miteinander-Reden und -Erinnern ist gedacht. Um ausreichend Zeit für alles zu haben, sollte sich das Treffen auf ein ganzes Wochenende erstrecken.

      Als Ort des Zusammenfindens bietet sich das
Hotel Mehrenthin an, das heute zu Woldenberg gehört und dessen Eigentümer um die Geschichtsträchtigkeit des Ortes weiß. Er würde uns für eine sentimentale Reise der ehemaligen Woldenberger Kinder gerne die Pforten seines Hauses öffnen.

      Das Treffen könnte am Wochenende zwischen dem 21. und 24. Juni 2013 stattfinden (3 Übernachtungen). Im Mehrenthin-Hotel kostet die Übernachtung in einem Einzelzimmer 44 Euro, ein Doppelzimmer 36 Euro pro Person. Das Frühstück ist inbegriffen. Außerdem fallen für jeden noch Kosten für die gemeinsamen Essen (5 Mahlzeiten, auch Gerichte nach Woldenberger Rezepten) sowie für die Nutzung der Tagungsräume für Vorträge an. Voraussichtlich werden diese um die 150 Euro pro Person für die gesamte Zeit betragen. Die Reisekosten wären von jedem selbst zu tragen.

      Ich bitte Sie, mir mitzuteilen, was Sie von meiner Idee halten und mit wieviel Personen Sie an einem solchen Symposium teilnehmen würden. Sobald sich abzeichnet, daß es dafür genügend Interessierte gibt, werde ich unter Berücksichtigung Ihrer Wünsche mit der Planung der Einzelheiten fortfahren. Sie erhalten dann von mir weitere Informationen.

      Ich selbst plage mich mit der Frage: Ist das denn nicht zu spät, sich um die letzten Woldenberger Kinder zu kümmern? Aber ist der späte Termin dieses Symposiums in Woldenberg nicht besser als gar keiner? Über Ihre Antworten werde ich mich freuen.

Mit herzlichen Grüßen
Gregor Stach


FORUM — 2. Mitteilung zum Symposium vom 1.1.2013



Name:
E-Mail:
Datum:
Gregor Stach
Nastach (at) t-online.de
1. Jan. 2013 um 12.00 Uhr
Symposium in Dobiegniew
(2. Mitteilung)
Kommentar/Comment:        [Im FORUM] [Translation-Service] GB 241
Liebe Woldenberger,
liebe Freunde Woldenbergs!


Woldenbergs Kinder werden 80



      Das soll das Motto sein, unter dem wir uns vom 21. bis 24. Juni dieses Jahres in Dobiegniew, dem früheren Woldenberg, treffen wollen. In einer
1. Mitteilung hatte ich das Ende November vorgeschlagen. Nun gibt es dazu einiges Neue, wozu jetzt auch ein vorläufiges Programm gehört.

Symposium 2013       Es ist erfreulich, dass inzwischen bereits 14 Personen ihre Teilnahme an dem Symposium zugesagt haben. Es dürfen aber gerne noch mehr werden. Auch die früheren Bewohner der um Woldenberg liegenden Dörfer und Bauernhöfe sind herzlichst eingeladen, im Juni 2013 nach Dobiegniew zu kommen.

      Da es leider keinen Heimatbrief des Kreises Friedeberg mehr gibt, ist es schwierig, alle möglicherweise Interessierten zu erreichen. Ich möchte Sie deshalb bitten, in Ihrem Bekanntenkreis auf das Symposium aufmerksam zu machen.

      Auch die Woldenberger Gerichte, die zu Mittag gereicht werden sollen, bereiten noch etwas Kopfzerbrechen, denn Ende Juni ist weder Karpfen- noch Spargel-Zeit und Waldpilze gibt es auch noch nicht — von frischen Blaubeeren ganz zu schweigen. Es wäre daher nett, wenn Sie überlegen, was es sonst noch an typischen Gerichten gab und dieses entweder hier im FORUM oder uns mitteilen könnten.

      In den letzten Wochen gab es eine Diskussion über den Abschluss der Veranstaltung. Gedacht war zunächst an die Inszenierung eines Trecks, denn im Schloßhotel Mehrenthin gibt es Pferde und Wagen. Aber 2 Teilnehmer, die 1945 die Stadt mit Trecks verlassen hatten, äußerten ihre Bedenken: Das könne zu starke Emotionen auslösen und wirke zudem zu gestellt — zumal es ja auch Sommer sei, damals aber tiefer Winter...

      Eine andere Idee für einen möglichen Abschluss entsprang einem Gespräch mit einem Flüchtling, der die Stadt mit der Bahn verlassen hatte. Als der Zug sich am 27.1.1945 nach Mitternacht in Bewegung setzte, blieben auf dem Woldenberger Bahnsteig unzählige Schlitten zurück. Man könnte einen Perfomance- Künstler dazu anregen, eine monumentale Installation von weiß gestrichenen Schlitten auf dem Bahnsteig zu gestalten, dachte ich.

      Bis ein Teilnehmer mir sagte, er möchte Dobiegniew nicht mit diesem Bild verlassen. Er schlug vor, dass jeder Teilnehmer eine Flaschenpost mit einer Friedensbotschaft ins nahe Mehrenthiner Fließ auf den Weg in die Welt bringt. Dieser versöhnliche, zukunftsorientierte Vorschlag, hat mich auf Anhieb überzeugt. Ich musste gleich an den Leitgedanken Heraklits denken: Alles fließt. Was meinen Sie?

      Es gibt auch andere Faktoren, die das Programm verändern lassen. Die überaus freundliche und entgegen kommende Haltung der Dobiegniewer Stadtverwaltung, der örtlichen Kirche und der Hotelverwaltung unserem Symposium gegenüber geben uns mehr Spielraum in der Zeitplanung und Gestaltung der Veranstaltung als ursprünglich geplant wurde. Insofern dürfen Sie gerne noch Wünsche zum Ablauf einbringen.

      Ein Thema erscheint mir für den Moment noch wichtig. Ein Teilnehmer äußerte sich zu den Preisen für die Unterbringung und zu den sonstigen Unkosten in der Form, dass er sich den Rahmen für dieses „einmalige Symposium“ durch preiswertere Hotels und Privatunterkünfte, die uns aber splitten würden, nicht nehmen lassen möchte. Er war bei seinen vielen Besuchen in Dobiegniew zwar schon im Restaurant des Hotels, aber untergekommen war er im Schloss noch nie. Er lässt sich dieses besondere Ereignis dieses Mal auch etwas kosten.

      Wenn ich meine Einschätzung äußern darf, so glaube ich, dass die Teilnehmer des Symposiums noch lange danach gern an die Veranstaltung zurück denken werden. Nicht zuletzt wegen der optimalen Rahmenbedingungen.

      Ihre Anregungen, Rückfragen und Anmeldungen nehme ich gerne entgegen.

Mit herzlichen Grüßen
Gregor Stach


FORUM — Grußwort von Frau Ursula Ziebarth



Name:
E-Mail:
Datum:
Ursula Ziebarth (Jg. 1921)
---
26. Feb. 2013
Symposium in Dobiegniew
(Ein Grußwort)
Kommentar/Comment:        [Im FORUM] [Translation-Service] GB 250
Symposium 2013 Von der 91-jährigen Schriftstellerin Ursula Ziebarth erreicht uns heute das folgende Grußwort zum im Juni diesen Jahres in Dobiegniew (Woldenberg) bevorstehenden Symposium der um die 80-jährigen Woldenberger Kinder. Den Urgroßeltern von Frau Ziebarth gehörte das Woldenberger Theater- und Konzerthaus an der Moltkestraße.
[Ihre Erinnerungen an Woldenberg]

An die Kinder Woldenbergs


      Mit Freude höre ich, daß etliche von den alten Woldenbergern mit Herrn Stach in das von uns allen unvergessene und noch geliebte Woldenberg fahren. Zweimal war ich nach dem Krieg dort und bin sehr freundlich aufgenommen worden von den polnischen Neubewohnern. Ich habe vieles Alte in der zerstörten Stadt wieder gefunden.

      Leider war unser „Ziebarths Theater- und Konzerthaus“ bis auf die Grundmauern zerstört. Ich habe einen Ziegelstein mitgenommen und bewahre ihn auf als Andenken an das Haus, in dem ich viele glückliche Ferien verbracht habe. Ich denke aber, daß die großen alten Kastanien und Nußbäume auf dem Gelände doch noch stehen.

      Bitte schauen Sie nach und wenn sie noch da sind, grüssen Sie sie von mir und wenn Sie ein Foto machen von den schönen Bäumen, wäre ich Ihnen sehr dankbar. Auch wenn Sie mir eine Postkarte schreiben, würde mir das Freude machen.

      Es tut mir leid, daß ich wegen sehr vieler Arbeit an Büchern und wegen meines hohen Alters nicht selber mitkomme. Aber ich denke an Sie alle.

Ursula Ziebarth, Berlin       [Nachtrag]

FORUM — 3. Mitteilung zum Symposium vom 3.3.2013



Name:
E-Mail:
Datum:
Gregor Stach
Nastach (at) t-online.de
3. März 2013 um 00.23 Uhr
Symposium in Dobiegniew
(3. Mitteilung)
Kommentar/Comment:        [Im FORUM] [Translation-Service] GB 253
Liebe Woldenberger,
liebe Freunde Woldenbergs!

      Mit großer Freude kann ich Ihnen mitteilen, dass wir für unser Treffen in Woldenberg im Juni 2013 eine Frau als geistige Patronin gewonnen haben: Frau Ursula Ziebarth. Das
Grußwort zum Symposium

Woldenbergs Kinder werden 80



der über Neunzigjährigen haben Sie sicher schon gelesen.

      Meine Freude ist umso größer da wir eine Zusage der örtlichen Kirche in Dobiegniew für einen evangelischen Gottesdienst bekommen haben. Der katholische Pfarrer Piotr Spychala offnet uns freundlich das Tor der alten Kirche. Es ist dabei zu erwähnen, dass der evangelische Pfarrer Herr Dr. Justus Werdin aus Angermünde, der schon einiges für die deutsch-polnische Verständigung getan hat, extra für Sie anreist und den Gottesdienst mit uns feiern wird.

Symposium 2013       Zudem ist zu erwähnen, dass wir anschließend eine Einladung zum Kaffee und Kuchen vom Bürgermeister der Stadt Dobiegniew, Herrn Leszek Waloch, in der alten Bäckerei erhalten haben. Er möchte gerne ein Grußwort an Sie richten. Einen musikalischen Impuls gibt uns dabei ein Kinderensemble der Volksgruppe der Lemker, die ihre ethnische, religiöse und kulturelle Identität dank einem engagierten christlich-orthodoxen Pfarrer, Artur Graban, weiter pflegt. Die Lemker wurden aus dem Südosten Polens 1947 im Rahmen der „Aktion Weichsel“ in die Umgebung von Woldenberg und Friedeberg durch die kommunistische Regierung Polens zwangsumgesiedelt.

      Im Zuge der Vorbereitungen bekam ich einige Hinweise, dass solche Aktionen, wie z. B. die Inszenierung und Durchfahrt eines Trecks oder ähnliche Aufsehen erregende Konzepte von den Teilnehmern nicht gewünscht sind und auf manche sogar abschreckend wirken würden. Die Spuren solcher Ideen sind zwar noch da, diese unausgereiften Gedanken, sind aber schon längst abgelegt und werden nicht realisiert!

      Auch die Sorgen um Ihre Autos werden ernst genommen. Daher folgender Hinweis: Das Hotel Mehrenthin hat ein abgeschlossenes Gelände mit einem Schlagbaum und einem Pförtner. Die Polizei vor Ort ist auch sehr wachsam.

      Wenig Resonanz bekam ich hingegen auf das Angebot hin, das Essen nach alten neumärkischen Kochrezepten durch den Koch in Palac Mierzecin, wie unser Hotel vor Ort auf Polnisch heißt, gestalten zu lassen. Er freut sich neugierig auf unsere Menuvorschläge. Was halten Sie z. B. von Wrucken? Oder erinnert das zu sehr an den Krieg?

      Inzwischen sind 24 Anmeldungen für das Symposium eingegangen und 2 Organisatoren, die Polnisch sprechen, sind durchgehend dabei. Einige Interessierte konnten sich bis dato noch nicht festlegen. Es wird versucht, weitere Personen mit Bindung an Woldenberg ausfindig zu machen. Eine gemeinsame Busfahrt erscheint derzeit unwahrscheinlich, weil bis auf eine Person alle mit Privatfahrzeugen anreisen wollen. Es wird über die Mitfahrgelegenheiten unter den Teilnehmenden nachgedacht.

      Ihre Anregungen, Rückfragen und Anmeldungen nehme ich weiterhin gerne entgegen. Über Neuigkeiten werde ich Sie informieren.

Mit herzlichen Grüßen
Gregor Stach


Presse-Mitteilung zum Symposium vom 15.3.2013


Woldenbergs Kinder werden 80

      PM in PDF
^   PM in PDF.
      Es ist nicht nur das erste Treffen, sondern wahrscheinlich auch die letzte Möglichkeit zusammenzukommen: Die im Januar 1945 aus Woldenberg in der Neumark vertriebenen Deutschen und die bis 1947 von den Sowjets neu angesiedelten Polen aus der Ukraine und Südpolen in
Dobiegniew. So heißt heute das im Lebuser Land gelegene Städtchen, 200 km von Berlin entfernt.

      Vom 21. bis 24. Juni 2013 findet in diesem, im 20. Jahrhundert mehrfach geschändeten Ort, ein Symposium der ganz besonderen Art statt. Natürlich wird auch an Flucht, Vertreibung und Neuansiedlung gedacht, aber hauptsächlich geht es darum, sich die heute vollkommen veränderte Stadt wieder gefühlsmäßig anzueignen, sich der eigenen Wurzeln zu erinnern.

      Organisiert wird die Begegnung von dem polnischstämmigen Gregor Stach und dem, immer wieder das Kriegskinderschicksal thematisierenden „Verein für die Hebung des historischen Bewußtseins Fantom e.V.“

      Das Symposium wird eingeleitet mit dem Glockengeläut der alten Marienkirche, einem evangelischen Gottesdienst sowie mit einer Einladung des Bürgermeisters. Angemeldet haben sich bereits etliche frühere Woldenberger, die heute von Kiel bis Konstanz leben, vor allem aber in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg. — Dr. Anita Kugler (aku)

Neuanmeldungen:   0175 98 690 78   oder   .
Weitere Informationen: www.woldenberg-neumark.eu


FORUM — 4. Mitteilung zum Symposium vom 29.3.2013



Name:
E-Mail:
Datum:
Gregor Stach (Berlin)
Nastach (at) t-online.de
29. März 2013 um 12.20 Uhr
Symposium in Dobiegniew
(4. Mitteilung)
Kommentar/Comment:        [Im FORUM] [Translation-Service] GB 262
Liebe Woldenberger,
liebe Freunde Woldenbergs!

      Zunächst möchte ich mich für weitere Wortmeldungen, die mich telefonisch, per E-Mail oder über das Forum erreichten, bei Ihnen bedanken. Wie Sie bisher im
vorläufigen Programm gesehen haben, wird unser Symposium

Woldenbergs Kinder werden 80



ständig um weitere Neuerungen und Ergänzungen reicher. Auf der einen Seite haben Sie selbst einen beachtlichen Anteil daran. Auf der anderen Seite hatten wir auch ein Riesenglück bei unseren Anfragen nach Unterstützung.

Symposium 2013       Zu den bisherigen Zusagen, die Sie aus der 3. Mitteilung kennen, kamen noch weitere hinzu. Heute möchte ich Ihnen zwei Referentinnen vorstellen, die uns mit Ihren Vorträgen interessanten Gesprächsstoff geben werden. Zunächst bekamen wir die Zusage von der Soziologin Dr. Nadja Messerschmidt und kurz danach sagte uns die Publizistin Dr. Helga Hirsch zu. Außerdem schlägt der Bürgermeister von Dobiegniew, Herr Leszek Waloch, vor, die Begegnung zwischen Ihnen und Ihren Altersgenossen — den Kindern Dobiegniews, die ebenfalls an die 80 Jahre alt werden, zu ermöglichen. Auf der polnischen Seite besteht ein großes Interesse, Sie kennenzulernen. So könnte z. B. der erste Stadtrundgang am Sonnabend in Begleitung der Dobiegniewer stattfinden.

      Die Zeit 1939 – 1945 belastet teilweise bis heute die deutsch–polnischen Beziehungen. In Gesprächen über die Einstellung der Landesbevölkerung den deutschen Nachbarn gegenüber musste ich deshalb in meinen Telefonaten oft Aufklärungsarbeit leisten, um ihre früheren Erfahrungen, die sie in Polen machten, zu relativieren. Seit Jahren verbringe ich die Ferien meiner Kinder im Umkreis des früheren Luftkurorts Woldenberg und kenne die meisten Seestrände, Flüsse und Wälder in der Umgebung.

      Die Bevölkerung reagiert mit Neugier und doch etwas zurückhaltend auf unser selbstbewusstes Auftreten an öffentlichen Orten. Eine gesunde Portion Zurückhaltung bringen wir selbst mit. Die Kinder bekommen allerdings ohne Weiteres Anschlüsse an die polnischen Kinder. Neben der gesprochenen Sprache gibt es einige andere Sprachen, Signale und Kommunikationswege. Man kann gar nicht „Nicht kommunizieren“ und die Kinder begreifen das schneller als die Erwachsenen. Sie sind einfach unbefangener und optimistischer. Es ist immer schön, wenn wir auch von den Kindern etwas lernen können. Und dazu bereit sind.

      Daher sehe ich den Vorschlag des Bürgermeisters von Dobiegniew, direkte Begegnungen zwischen den Landesgruppen zu unterstützen als eine realistische Chance, positive Erfahrungen zu fördern. Aufgrund dieser Begegnungen ergibt sich zudem die Möglichkeit, einen Zuschuss bei der Deutsch-Polnischen Stiftung für Zusammenarbeit zu beantragen, welcher die Kosten der Veranstaltung dämpfen würde. Und was meinen Sie zu den Vorschlägen?

      Ihre Anregungen, Rückfragen und Anmeldungen (noch sind einige Plätze frei) nehme ich gerne entgegen. Über weitere Neuigkeiten werde ich Sie informieren.

Mit herzlichen Ostergrüßen
Gregor Stach


PRESSE — „Brandenburger Rundschau“ zum Symposium


Die Stadt Woldenberg/Neumark lädt ein

Treffen der Woldenberger für den 21. bis 24. Juni wird vorbereitet.

Aus: Brandenburger Rundschau, Nr. 4/2013, April 2013, Seite 15 + 16.

Woldenberg In der von Sümpfen und Seen geprägten Niederung der Deutsch Kroner Seenplatte, nur 200 Kilometer östlich von Berlin im vormaligen östlichsten Teil der alten Mark Brandenburg, der Neumark, liegt die kleine Stadt Woldenberg, die seit 1945 unter dem Namen Dobiegniew zu Polen gehört. Erste schriftliche Quellen aus dem Jahre 1250 verweisen auf die Ansiedlung „Dubegneve“, die 1313 erstmals unter diesem Namen als Stadt genannt wurde und seit 1333 unter dem neuen Namen „Waldinborg“ den Charakter einer befestigten Stadt zum Schutz der Handelswege erhielt.

In der Stadt kreuzten sich mehrere Handelswege nach Posen, Stettin und Küstrin, das die Ansiedlung von Kaufleuten begünstigte. Daneben war das Tuchmacherhandwerk ansässig. Bis zur Stilllegung der Papiermühle im Jahre 1847 war Woldenberg auch ein Zentrum der Papierherstellung. Von der ursprünglichen Stadtbefestigung mit 37 Weichhäusern sowie mehreren Wällen und Gräben ist heute nur noch die Ruine eines Turmes der Stadtmauer erhalten.

lm 19. Jahrhundert erfolgt die Anbindung an bedeutende Verkehrswege. Die 1829 angelegte Chaussee von Berlin nach Königsberg (Preußen), die spätere Reichsstraße 1, führte durch Woldenberg. 1847 wurde die Eisenbahnstrecke nach Stargard für den Verkehr zur Hafenstadt Stettin eingeweiht, die im Jahre 1849 noch in südöstliche Richtung bis Kreuz als Anschluss an die Ostbahn und von dort nach Posen weitergeführt wurde.

Seit der preußischen Verwaltungsreform von 1815 gehörte Woldenberg zum brandenburgischen Kreis Friedeberg, der dann 1938 im Rahmen einer größeren Gebietsneugliederung der Provinz Pommem angegliedert wurde. Das änderte aber nichts daran, dass sich die Woldenburger weiter als Neumärker fühlten.

Die einstigen Woldenberger Vertriebenen- und Flüchtlingskinder sind in die Jahre gekommen. Sie werden seit einigen Jahren achtzig Jahre alt, und falls sie dieses Alter noch nicht überschritten haben sollten, so sind sie auf dem sicheren Wege dorthin. Da liegt es nahe, in Dobiegniew — dem früheren Woldenberg, in unserer alten Heimat, noch einmal die vertrauten Orte der Kindheit zu besuchen, um sich der eigenen Wurzeln zu erinnern.

Woldenbergs Kinder werden 80!

Unter diesem Motto soll ein Treffen die Woldenberger aus nah und fern zusammenführen. An gemeinsames Essen, Trinken und Miteinander- Reden und -Erinnern bei gemeinsamen Spaziergängen ist gedacht. Um ausreichend Zeit für alles zu haben, soll sich das Treffen auf ein ganzes Wochenende erstrecken.

Der Ort des Zusammenfindens soll das Hotel Mehrenthin sein, das heute zu Woldenberg gehört und dessen Eigentümer um die Geschichtsträchtigkeit des Ortes weiß. Er würde uns für eine sentimentale Reise der ehemaligen Woldenberger Kinder gerne die Pforten seines Hauses öffnen.

Das Treffen soll am Wochenende vom 21. bis 24. Juni 2013 stattfinden (3 Übernachtungen). Im Mehrenthin- Hotel kostet die Übernachtung in einem Einzelzimmer 44 Euro, ein Doppelzimmer 36 Euro pro Person. Das Frühstück ist inbegriffen. Außerdem fallen für jeden noch Kosten für die gemeinsamen Essen (5 Mahlzeiten, auch Gerichte nach Woldenberger Rezepten) sowie für die Nutzung der Tagungsräume für Vorträge an. Voraussichtlich werden diese Kosten um die 150 Euro pro Person für die gesamte Zeit betragen. Diese Reisekosten wären von jedem Teilnehmer selbst zu tragen.

Machen Sie ihren Bekanntenkreis auf das geplante Treffen der alten Woldenberger aufmerksam. Alle aus dem Gebiet Woldenberg stammenden Heimatfreunde sind herzlich eingeladen.

Das bis jetzt vorbereitete
Programm sieht vor: Das Treffen wird eingeleitet mit dem Glockengeläut der alten Marienkirche, einem evangelischen Gottesdienst sowie einer Einladung des Bürgermeisters.

Eine Zusage der örtlichen Kirche in Dobiegniew für einen evangelischen Gottesdienst liegt vor. Der katholische Pfarrer Piotr Spychala wird uns freundlich das Tor der alten Kirche Woldenbergs öffnen. Der evangelische Pfarrer Dr. Justus Werdin aus Angermünde, der sich sehr für die deutsch-polnische Verständigung engagiert, wird extra für uns anreisen und den Gottesdienst mit uns feiern.

Eine Einladung zu Kaffee und Kuchen in der alten Bäckerei haben wir vom Bürgermeister der Stadt Dobiegniew, Herrn Leszek Waloch, erhalten. Er möchte gerne ein Grußwort an uns richten. Einen musikalischen Impuls wird uns ein Kinderensemble der Volksgruppe der Lemker geben, die ihre ethnische, religiöse und kulturelle Identitär, dank einem engagierten christlich-orthodoxen Pfarrer, Artur Graban, weiter pflegt. Die Lemker wurden aus dem Südosten Polens 1947 im Rahmen der „Aktion Weichsel“ in die Umgebung von Woldenberg und Friedeberq durch die kommunistische Regierung Polens zwangsumgesiedelt.

Für Vorlesungen und Gespräche an diesen Tagen haben wir Zusagen der Soziologin Dr. Nadja Messerschmidt und der Publizistin Dr. Helga Hirsch erhalten.

Der Bürgermeister Leszek Waloch hat uns eine besondere Begegnung vorgeschlagen. Ein Treffen zwischen uns Deutschen als alte Woldenberger, die vertrieben wurden und den polnischen Altersgenossen, die damals als neue Dobiegniewer aus der Ukraine und Südpolen kommend, hier heimisch werden mussten. Auf der polnischen Seite besteht ein großes Interesse, uns kennenzulernen. So könnte der erste Stadtrundgang am Sonnabend in Begleitung der Dobiegniewer stattfinden.

Angemeldet haben sich bereits etliche Woldenberger, die heute von Kiel bis Konstanz leben. Weitere Informationen und Teilnahmemeldungen über: Gregor Stach Tel. 030/693 584 [richtig: 693 59 84], Wolfgang Bornstädt Tel. 03386/280 612. Im Internet finden sie weitere Informationen unter: www.woldenberg-neumark.eu mit dem weiterführenden Link "Woldenberg-Symposium 2013".


PRESSE — „Märkische Allgemeine Zeitung“ zum Symposium


Kinder, die bald 80 werden

Premnitzer, die 1945 aus Woldenberg evakuiert wurden, fahren im Juni nach Polen.

Aus: Märkische Allgemeine Zeitung, Potsdam, 23. April 2013, Seite 12 (Westhavelländer) von BERND GESKE. [Original]

PREMNITZ. Der Woldenberger Platz in Premnitz trägt bis zum heutigen Tag die einzige Ortsbezeichnung im Westhavelland, die an Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert. Am 12. November 2010 wurde der Name mit einem offiziellen Festakt dem Busplatz an der Fabrikenstraße verliehen. Vorausgegangen war ein einstimmiger Beschluss der Stadtverordneten.

Die Anregung, den Namen Woldenberg im Stadtgebiet sichtbar zu machen, war vom Premnitzer Wolfgang Bornstädt (mittlerweile 76 Jahre) gekommen. Als achtjähriger Junge hatte er mit seiner Mutter und zwei jüngeren Brüdern zu rund 450 Woldenbergern gehört, die am 28. Januar 1945 mit einem Zug in Premnitz ankamen. Woldenberg lag in der Neumark, die damals zu Deutschland gehörte, und befindet sich heute in der Republik Polen. Kurz bevor die russische Armee die damals offiziell 5.500 Einwohner zählende Stadt erreichte, war für deren Bevölkerung der Evakuierungsbefehl ergangen. Der Abtransport der Frauen und Kinder erfolgte mit vier Zügen, von denen drei den Bestimmungsort Anklam erreichten. Der vierte Zug musste [Ed: über Berlin] umgeleitet werden, und fand schließlich in Premnitz seine Endstation.

All diese Ereignisse wurden in der Stadt nach langer Zeit wieder ein Gesprächsthema, als die Entscheidung über die Benennung des Woldenberger Platzes anstand. Es gebe keine Zahlen, hatte Bürgermeister Roy Wallenta vor der Enthüllung des Namensschildes gesagt, doch nach seinem gefühlten Erleben hätten bis zu 30 Prozent der Premnitzer einen persönlichen Hintergrund, der auf Flucht und Vertreibung zurück gehe.

Der Name des Symposiums lautet:
„Woldenbergs Kinder werden 80“

Jetzt wird für alle ehemaligen Woldenberger, die heute theoretisch überall in der Bundesrepublik leben können, ein dreitägiges Treffen in der Stadt ihrer Geburt organisiert. In Dobiegniew, so heißt die Stadt heute, soll vom 21. bis zum 24. Juni das Symposium „Woldenbergs Kinder werden 80“ stattfinden. Cheforganisator ist Gregor Stach, der ein Grundstück in Dobiegniew besitzt. Ort der Zusammenkunft wird das Hotel „Schloss Mehrenthin“ sein. Politische Proklamationen haben die Organisatoren von vornherein ausgeschlossen. Sie wollen, dass sich Menschen mit gemeinsamen Wurzeln treffen können.

    Kontakt
*  Das Programm des Treffens steht im Internet unter: www.woldenberg-neumark.eu

*  Anmeldungen an Gregor Stach unter E-Mail:
[" (at) " durch "@" ersetzen!]

*  Auskünfte gibt auch der Premnitzer Wolfgang Bornstädt, Telefon: 03386/280612
Obwohl die meisten Teilnehmer gewiss nicht mehr zu den Jüngsten zählen, ist ein dicht gedrängtes Programm aufgestellt worden. Zuerst gibt es einen evangelischen Gottesdienst in der alten Dobiegniewer Marienkirche, dann folgt die Begrüßung durch Bürgermeister Leszek Waloch. Am Abend gibt es eine Lesung aus dem Buch „Bei uns zu Haus“ über Woldenberg am Anfang der 1940-er Jahre. Zwei Ortsrundgänge sind an den nächsten Tagen vorgesehen. Geplant ist ein Vortrag über die Ereignisse vom Januar 1945 und ein weiterer Vortrag über die ersten Jahre danach. Nicht zuletzt gibt es die Lesung aus dem Tagebuch eines Woldenbergers, der im Juli 1945 vertrieben wurde.

Wie Wolfgang Bornstädt sagt, werden wohl um die 10 Premnitzer zum Treffen fahren. Natürlich handele es sich um ältere Leute. Die meisten seien alle schon einmal zu unterschiedlichen Zeiten in ihrer früheren Heimat gewesen, doch ein offizielles Treffen wie jetzt gebe es zum ersten Mal. Wolfgang Bornstädt hat darauf hingewiesen, dass auch Menschen eingeladen werden sollen, die nach der Vertreibung der Deutschen aus Woldenberg von Südost-Polen her zwangsweise dorthin umgesiedelt wurden. Deren Gebiete wurden dann der Sowjetunion zugeschlagen.

Wolfgang Bornstädt geht davon aus, dass insgesamt wohl um 30 ehemalige Woldenberger kommen werden. Für ihn ist es wichtig, mit den Menschen im heutigen Dobiegniew gutnachbarliche Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Er sagt: „Es ist ja nicht immer die Wahrheit über die damalige Zeit gesagt worden.“ Und wenn es im nächsten Jahr wieder so ein Treffen gebe, dann sei das Ziel der ersten Zusammenkunft erreicht.


FORUM — 5. Mitteilung zum Symposium vom 16.5.2013



Name:
E-Mail:
Datum:
Gregor Stach (Berlin)
Nastach (at) t-online.de
16. Mai 2013 um 8.19 Uhr
Symposium in Dobiegniew
(5. Mitteilung)
Kommentar/Comment:        [Im FORUM]   GB 274
Woldenbergs Kinder werden 80



Liebe Woldenberger,
liebe Freunde Woldenbergs!

Symposium 2013       Nun ist es amtlich! Zwischen Himmelfahrt und Muttertag unterschrieb ich im Hotel Palac Mierzecin die Reservierung für die Hotelzimmer und den Tagungsraum. Auch für die Teilnehmer, die bereits früher in Mehrenthin anreisen, ist die Reservierung damit offiziell bestätigt.

      Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), die in Potsdam erscheint, hat am 23. April auf der Seite 12 einen Bericht zum bevorstehenden Symposium in Dobiegniew unter dem Titel „
Kinder, die bald 80 werden“ veröffentlicht. Der Artikel bescherte uns einige weitere Teilnehmer, so dass wir jetzt 30 Personen sind.

      Sicher haben Sie schon bemerkt, dass im Programm die Vorführung des Films „Die Flucht“ durch die von Ihnen gewünschten Gesprächsrunden ersetzt wurde. Und seit der letzten Ausgabe des Programms steht für den Samstag Vormittag eine zweite Einladung des Bürgermeisters von Dobiegniew zum Kaffeetrinken im Museum des OfLag IIC auf dem Programm. Wir können uns nach einem strapaziösen Spaziergang durch Dobiegniew hinsetzen und stärken. Sie können in den Teil Woldenberger Geschichte Einblick nehmen, der Ihnen als Kind bis 1945 unbekannt blieb. Sie wissen möglicherweise noch nicht, dass das Lager nicht nur ein Ort des Martyriums war — von 7600 polnischen Offizieren und Soldaten fanden 75 dort ihren Tod.

      Aber hinter dem Woldenberger Stacheldraht war auch vieles möglich. Durch das Lager ist Woldenberg in der Kriegszeit zu einer Universitätsstadt und vielseitiger Bildungsstätte für die polnischen Insassen geworden. Orchester, Theater, bildende Künste und Sport in Form einer außergewöhnlichen „Olympiade 1944“ haben ihre Spuren hinterlassen. Die jüdischen Soldaten fanden dort Schutz vor der Shoah und überlebten auch den Krieg. Anders als Driesen hat Woldenberg kein eigenes Heimatmuseum. Daher ist das OfLag-Museum der einzige Ort, an dem man auch einige Funde aus der Woldenberger Zeit bis 1945 sehen kann.

      Demnächst muss ich dem Hotel in Mehrenthin eine Anzahlung überweisen. Daher bitte ich alle Teilnehmer, bis Ende Mai 2013 eine Reservierungspauschale in Höhe von 150 EUR pro Person auf das Konto des Fantom e.V. bei der Commerzbank Berlin zu überweisen. Konto: 155 078 900 (BLZ 100 400 00). Als Verwendungszweck geben Sie dabei bitte „Woldenbergs Kinder“ sowie Ihren Namen an.

      Die Bezahlung der Übernachtungen und der Nebenkosten (u.a. für die 5 bestellten Mahlzeiten und die Saalnutzung) erfolgt unter Anrechnung dieser bereits geleisteten Anzahlung vor Ort in Mehrenthin. Sonderbestellungen der Teilnehmer während des Symposiums können jeweils auf die Zimmer gebucht werden. Die Kosten können individuell bei der Abreise in bar oder per Kreditkarte beglichen werden. Nur die Kreditkarte von „American Express“ wird vom Hotel nicht akzeptiert, aber alle anderen.

      An dieser Stelle möchte ich mich bereits jetzt bei Herrn Karl-Heinz Dittberner für seine Unterstützung bei der Durchführung der Vorbereitung bedanken. Das tue ich sowohl in meinem Namen, im Namen der Teilnehmer des Symposiums, aber auch im Namen der stillen Beobachter, die aus gesundheitlichen Gründen und aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nur passiv daran teilnehmen können. Ohne das von Herrn Dittberner herausgegebene Internet-Portal "www.woldenberg-neumark.eu" wäre die Idee eines Symposiums in Dobiegniew nie entstanden. Ohne seine tatkräftige und ideenreiche Unterstützung hätte ich weder den Mut noch die Zeit gehabt, dieses Wagnis auf mich zu nehmen. Allein das Programm des Symposiums hat inzwischen seine 44. Ausgabe erreicht. Ganz zu schweigen über seine redaktionelle und computertechnische Aufbereitung der Informationen.

      Ihre Rückfragen und Anmeldungen (noch ist eine Teilnahme möglich) nehme ich gerne entgegen. Über weitere Neuigkeiten werde ich Sie informieren.

Mit herzlichen Pfingstgrüßen
Ihr Gregor Stach


FORUM — 6. Mitteilung zum Symposium vom 10.6.2013



Name:
E-Mail:
Datum:
Gregor Stach (Berlin)
Nastach (at) t-online.de
10. Juni 2013 um 20.45 Uhr
Symposium in Dobiegniew
(6. Mitteilung)
Kommentar/Comment:        [Im FORUM]   GB 282
Woldenbergs Kinder werden 80



Liebe Woldenberger,
liebe Freunde Woldenbergs!

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      Unser Symposium rückt immer näher. Bereits in 11 Tagen treffen wir uns im Lebuser Land — der früheren Neumark. Inzwischen ist eine erfreuliche und seit langem ersehnte Nachricht der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ) angekommen. Unser Symposium wird aus Mitteln dieser Stiftung gefördert! Damit werden die Teilnehmer weniger tief in die Taschen greifen müssen. Es wird aber eine Änderung der bislang vorgesehenen Zahlungsmodalität des Restbetrags erforderlich, da die Abrechnung des Symposiums nach den Vorgaben der Stiftung erfolgen muß. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Symposium 2013       Dieses Symposium scheint von einem guten Stern begleitet zu sein. Wir bekommen viel Zuspruch und Entgegenkommen bei unseren Anfragen. Es öffnen sich für uns Tore und Herzen, wir werden eingeladen und bezuschusst, kaum wagen wir zu träumen, und prompt werden Träume wahr. Allen, die uns bei diesem Vorhaben unterstützen — darunter auch die Ehepartnern und Angehörigen — möchte ich an dieser Stelle herzlich danken.

      Das Programm hat seine endgültige Fassung erhalten. Dennoch mag es vor Ort noch kleine Abweichungen, Ergänzungen oder auch Überraschungen geben. So stand bislang z. B. im Programm zwar „Abendbrot“, weil es die Abendbrotzeit ist, aber es wird warm gegessen. Es wäre nämlich schade, die Vorzüge der wirklich guten Hotelküche nicht zu nutzen. Wir werden jeweils mit einer Vorsuppe und einem Hauptgang verköstigt. Durch die Unterstützung der Stiftung wurde auch die Einladung der polnischen Gäste zum Abschluss-Büffet ermöglicht.

      Programm in PDF
^   Per Klick das Programm in PDF runterladen.

      Beim Sonntagsspaziergang wäre es zum Beispiel möglich, von Ziebarths Garten ein paar Schritte zum alten Friedhof zu machen. Oder wir könnten überlegen, wo wir eine kleine Pause machen. Auf der Suche nach einem Pausenort stieß ich zuletzt auf die Pension „La Mirage“. Das Gute an dem Lokal ist seine Lage mit der Hinterhofsicht auf die Häuser am Storchnest und Milferstaedtstraße. Ein modernes Kellerkaffee in einer historischen Nische, mit einigen Sitzmöglichkeiten draußen. Wenn wir uns dafür entscheiden möchten, müssen wir das noch bestellen.

      Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Übernachtungen von den Teilnehmer direkt beim Hotel bezahlt werden. Um aber eine ordnungsgemäße Abrechnung vorlegen zu können, müssen alle Symposiums-Kosten an den Veranstalter gezahlt werden, der dann mit dem Hotel abrechnet. Somit fällt nach Ihrer Anzahlung von 150 EUR pro Person jetzt noch der — nunmehr durch die Förderung reduzierte — Betrag für die 3 Übernachtungen an. Es wird nun ein 2. Pauschale in Höhe von 100 EUR pro Person erhoben, die die 3 Übernachtungen beinhaltet.

      Bitte überweisen Sie den Restbetrag auf das Konto des
Fantom e.V. bei der Commerzbank Berlin. Konto: 155 078 900 (BLZ 100 400 00). Als Verwendungszweck geben Sie dabei bitte wieder „Woldenbergs Kinder“ sowie Ihren Namen an. Sollte die Zeit für eine Überweisung zu knapp sein, dann können Sie den Betrag auch an mich in Mehrenthin in bar in Euro zahlen.

      Sonderbestellungen der Teilnehmer (Getränke und Extras sowie die zusätzlichen Übernachtungen bei Teilnehmern, die schon früher anreisen) werden jeweils auf die Zimmer-Nr. gebucht. Diese Kosten können beim Hotel individuell bei der Abreise in bar oder per Kreditkarte beglichen werden. Nur die Kreditkarte von „American Express“ wird vom Hotel nicht akzeptiert, aber alle anderen. Fürs Tanken und Einkaufen in Polen lohnt es sich, bereits während der Anreise Euros in Zloty umzutauschen — entweder in einer Wechselstube an der Grenze oder in Landsberg/Gorzów.

      Sollten Sie noch Fragen haben, nehme ich diese gerne entgegen. Ich wünsche Ihnen eine gute Reise. Wir sehen uns in Woldenberg/Dobiegniew.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Gregor Stach

STIFTUNG — Im Kalendarium am 14.6.2013 gefunden


Woldenbergs Kinder werden 80




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21. Juni 2013 – 24. Juni 2013 ab 14.00 Uhr Dobiegniew, Hotel Palac Mierzecin, Mierzecin 1, 66-520 Mierzecin.

Die Zielgruppe sind vor allem die deutschen Kriegskinder aus der Stadt Woldenberg, heute Dobiegniew, die 1945 ihre Heimat verloren haben. Es gilt, diese weit in Deutschland verstreuten Menschen zu erreichen und zu einem Treffen in ihrer alten Heimat einzuladen.

Die Begegnung trägt den klassischen Namen Symposium, es soll aber keine wissenschaftliche Konferenz werden. Es soll debattiert, besichtigt aber auch gegessen und getrunken werden. Im Fokus steht das Erinnern an die Flucht und Vertreibung, aber ebenso an alte Bräuche, Menschen und Anekdoten. Dazu gehört auch die Begehung der vertrauten Orte, wie z. B. der Kirche, das Kennenlernen des neuen Gesichtes der im Krieg verbrannten Stadt und einige Begegnungen mit den polnischen Kriegskindern, die gemeinsam mit ihren Eltern nach ihrer Aussiedlung aus Ostpolen in der Zeit 1945–47 in der Stadt Dobiegniew ihre neue Heimat fanden. Heute sind diese Menschen ebenfalls im Rentenalter. Die Gäste aus Deutschland werden im Palac Mierzecin, bei Dobiegniew, untergebracht, wo auch die Tagung stattfindet. Die Vorträge über das Schicksal der Kriegskinder, die Entwicklung der Stadt nach 1945 und die Zeitzeugenberichte geben Gesprächsimpulse.

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Das Woldenberg-Symposium 2013:
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[1: Aufruf + Vorbereitung]  [2: Bericht mit Fotos]  [3: Andere Berichte]
[Begrüßungsrede]  [Friedensbotschaft von Dobiegniew]
[Abschlußworte]  [MAZ-Bericht]  [Ein Fazit]
[Alt-Priesters Worte]  [Ein Rückblick]
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[Stadtmauer]  [Storchnest]
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